Mit Jägern durchs Revier

Viel Wissenswertes über Wildtiere und rund um die Jagd erfuhren 21 Mädchen und Buben von Jean Rustler (hinten, Zweite von links) und Jagdhornbläser und Jäger Norbert Fleißner (hinten links). Besonders ins Herz geschlossen hatten die Kinder Jagdhund "Mutzi", der selbstverständlich mit auf Foto musste. Bild: kdi
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Waldsassen
23.08.2016
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Früh aufstehen wie zu Schulzeiten mussten kürzlich 21 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren: Auf sie wartete ein mehrstündiger Rundgang mit den Jagdhornbläsern der Waldsassener Hegegemeinschaft durch das Revier der Jagdgenossenschaft Querenbach.

/Hatzenreuth. Schon um 7 Uhr, eine Stunde vor dem Zusammentreffen mit den Kindern, war Jäger Norbert Fleißner unterwegs. Er hatte auf der Route durchs Revier Infotafeln mit allen heimischen Wildarten vorbereitet, auf denen Lebensweise und Nahrung der Tiere anschaulich gezeigt werden. So konnten die Jagdhornbläser pünktlich um 8 Uhr die Teilnehmer bei der Wagenremise willkommen heißen. Revierinhaber Hubert Rustler freute sich über das große Interesse. Seit vielen Jahren schon bieten die Jäger interessierten Kindern die Möglichkeit, an einem Ferientag mit auf die Pirsch zu gehen, um wilde Tiere zu beobachten.

Hubert Rustler erklärte zur Einführung, wie wichtig ein ausgebildeter Jagdhund zum Finden und Nachsuchen von Wild sei. Die Kinder lernten, wie ein Hund seine Sinnesorgane nutzt, vor allem die Nase, und wie er zum unentbehrlichen Helfer bei der Jagd ausgebildet wird. Gehorsamsübungen ("Sitz" und "Platz") wurden ebenso vorgeführt wie die Leinenführigkeit. Auch die Arbeit im Wasser konnten die Kinder erleben. So war es nicht verwunderlich, dass die Mädchen und Buben Rustlers Jagdhund "Mutzi", eine "Kleine Münsterländer" Hündin, gleich ins Herz geschlossen hatten und sich darum rissen, beim Pirschgang die Leine nehmen zu dürfen.

Schmerzvoller Kontakt


Zunächst ging es durch die Feldflur und man achtete auf Spuren und sonstige Zeichen für die Anwesenheit von Wild. Aber auch alles, was sonst kreucht und fleucht, von der Heuschrecke bis zum Schmetterling, wurde eingefangen und mit Hilfe einer Becherlupe beobachtet. Die Jäger erklärten den Kindern bei der Wanderung auf einem zugewachsenen Weg, wie der Lebensraum beschaffen sein muss, damit sich Hase, Rebhuhn oder Singvögel dort aufhalten. In einem Waldstück bei einem Teich hatten sich Wildschweine gesuhlt und sich an "Malbäumen" gescheuert. Plötzlich machten einige Kinder schmerzvollen Kontakt mit Wespen, als sie ein verstecktes Nest passierten. Kurz kam Panik auf, doch schnell kehrte wieder Ruhe ein und alle Stiche wurden gekühlt. Die Kinder lernten, dass auch so unbeliebte Tiere wie Wespen in der Natur einen wichtigen Platz einnehmen.

Mit den Ferngläsern konnten die Kinder schließlich noch Bussarde beobachten, die sich an dem warmen Vormittag in die Höhe gleiten ließen. Außerdem waren Wildtauben, ein Fuchs und Krähen zu sehen. Nach rund dreistündiger Pirsch durch Wald und Flur traf die Gruppe schließlich wieder bei der Wagenremise in Hatzenreuth ein.

Nachdem die Kinder von Jean Rustler mit einer kleinen Brotzeit und kaltem Tee versorgt waren, gab sie noch weitere Erläuterungen zu verschiedenen Themen der Jagd. Jean Rustler und Norbert Fleißner testeten bei einem kleinen Quiz, ob die Kinder zuvor beim Reviergang gut aufgepasst hatten. Zur allgemeinen Zufriedenheit konnten sie die Fragen richtig beantworten. Die jeweils Schnellsten durften sich über ein Rehgehörn bzw. ein Poster mit Wildtieren freuen.
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