Nach Waldsassen weitere Stationen im Dekanat
Blutreliquie in der Basilika

Bis Sonntag in der Basilika bleibt die Blutreliquie von des hl. Johannes Paul II. Sie ist zusammen mit einem Porträt während der Gottesdienste im Altarbereich platziert und kann dort verehrt werden. Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
13.02.2016
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Eine erste Haarlocke, das Autogramm eines Stars, das Trikot des Lieblingsfußballvereins: Von "weltlichen Reliquien" sprach Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer bei der Einsetzung der Blutreliquie des Hl. Johannes Paul II. in der Regensburger Kollegiatskirche St. Johann.

Reliquienverehrung, so der Bischof in seiner Predigt bei der Feier im Herbst 2015, sei vor diesem Hintergrund alles andere als unzeitgemäß. Somit dürfen Katholiken im Dekanat Tirschenreuth seit Aschermittwoch eine Besonderheit erleben: Als besonderer Akzent im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit ist Blutreliquie des Hl. Johannes Paul II. (1920 - 2005) zur Verehrung in das Dekanat gebracht worden (wir berichteten). Seit Aschermittwoch ist die Blutreliquie in der Basilika; dort wird sei bis Sonntag, 14. Februar bleiben. Tagsüber war der Behälter mit dem kleinen, blutgetränkten Stoffteil in Anbetungskapelle aufbewahrt, zu den Gottesdiensten wurde die Blutreliquie mit einem Bild von Johannes Paul II. im Altarbereich zur Anbetung platziert.

Weitere Stationen


Weitere Stationen sind in den nächsten Wochen der Fastenzeit die Pfarreien Konnersreuth, Tirschenreuth, Neualbenreuth, Fuchsmühl, Erbendorf, Krummennaab und Plößberg. Dort wird die Blutreliquie vor der Karwoche bis zum Palmsonntag sein, ehe sie wieder nach Regensburg gebracht wird. Papst Johannes Paul II. hatte den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit am Sonntag nach Ostern für die Weltkirche eingeführt. "So soll die Verehrung der Reliquie auch schon eine Hinführung und Vorbereitung auf diesen Tag sein", erklärt Stadtpfarrer Thomas Vogl. Die Blutreliquie wird normalerweise in der Kollegiatskirche St. Johann in Regensburg aufbewahrt. Das Reliquiar dort wie die Reliquie sind eine Stiftung der Deutschen Hospitalité Notre Dame de Lourdes, der Vereinigung der ehrenamtlichen Helfer im südfranzösischen Marienwallfahrtsort. Initiiert wurde die Stiftung von deren Gründerin und Ehrenpräsidentin, Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg. Sie hatte auch angeregt, dass die Reliquie ins Dekanat gebracht und auf diese Weise in der Region bekannter wird. (Info-Kasten)

Tropfen aus der Blut-AmpulleBei der Reliquie handelt es sich um einen Blutstropfen auf einem kleinen Stoffstück. Dieser Tropfen entstammt aus einer der Blut-Ampullen, die dem Papst wenige Wochen vor seinem Tod mit Blick auf eine mögliche Bluttransfusion entnommen worden waren und dann nicht mehr benötigt wurden. Auf Beschluss der Ärzte waren zwei der Ampullen dem damaligen Papst-Sekretär und heutigen Krakauer Erzbischof Stanislaw Kardinal Dziwisz übergeben worden. In Bayern werden Reliquien des Papstes unter anderem noch in Altötting, Aschaffenburg, Augsburg, Würzburg und im oberbayerischen Wartenberg verehrt. Weltweit gibt es mehr als 100 Blutreliquien, die Mehrzahl davon in Polen. (Quelle: www.bistum-regensburg.de)
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