Pilsner Bischof TomᚠHolub in Waldsassen
Hoffnung und Freude

"Missionsarbeit" sei die Seelsorge in der Nachbardiözese Pilsen, sagte der neue Bischof Tomás Holub (Dritter von links) beim Besuch der Dekanatskonferenz in Waldsassen. Links daneben Dekan Thomas Vogl sowie rechts daneben Prodekan Martin Besold, Regionaldekan Georg Flierl und Jürgen Kundrat, Caritas-Kreisgeschäftsführer. Bild: pz
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Waldsassen
23.11.2016
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Das erste Jahr abwarten, die Strukturen überdenken und neue erarbeiten: Dass Tomás Holub in seinem Amt nichts überstürzen und zuerst die Lage sichten will, verdeutlicht der Bischof der Nachbardiözese Pilsen bei einem Kurzbesuch.

Bei der Dekanatskonferenz im Jugendheim gab der frühere Generalvikar der Diözese Hradec Králové (Königgrätz) in deutscher Sprache Einblicke in die künftigen Aufgaben. "Das ist Missionsarbeit", sagte Bischof Tomás, Jahrgang 1967. Priester müssten sich den Bedingungen anpassen. Dazu gehöre auch, dass sie lange genug in den Pfarreien arbeiten könnten. "Theoretisch würde ich gerne die Priester in den Pfarreien 10 bis 15 Jahre belassen."

"Wir wünschen Ihnen die Zeit der Ruhe, im Gebet und im Freuen und Hoffen", betonte Waldsassens Stadtpfarrer und Dekan Thomas Vogl bei der Verabschiedung des Bischofs. Er feierte am frühen Abend in Waldsassens Nachbarstadt Cheb (Eger) einen Gottesdienst. Dekan Vogl sah den Besuch des Bischofs als Zeichen, dass das Dekanat weiterhin als Partner für die Pläne, Aufgaben und Notwendigkeiten der Nachbardiözese zur Verfügung stehe.

Pfarrer Siegfried Wölfel, Ruhestandspriester und früher Stadtpfarrer in Bärnau, erinnerte an die "Samtene Revolution". Der Eiserne Vorhang sei damals "niedergebetet" worden, sagte Wölfel. "Wir sind keine Tschechen und Deutschen, sondern Brüder und Schwestern dies- und jenseits der Grenze."
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