Realschule im Stiftland besiegelt Partnerschaft mit Schule in Karlsbad
Grenzpfähle als Brücken

Nach der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung, von links Generalkonsul Milan Coupek, Rektor Jiri Burian, Rektorin Kerstin Janke, Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger, Jiri Klsak (2. Bürgermeister Karlsbad), stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler und Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer. Bild: kgg
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Waldsassen
14.12.2015
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Kerstin Janke sprach die Mädchen aus Karlsbad direkt an. Die Leiterin der Realschule im Stiftland erklärte, dass es den Jungs angesichts der Weiblichkeit anfangs meist die Sprache verschlage. Da wäre Geduld nötig. "Lasst ihnen Zeit. Es lohnt sich!"

Die Gäste aus Tschechien waren am Freitag mit hochrangigen Begleitern nach Waldsassen gekommen: Bei einem Festakt war der Partnerschaftsvertrages zwischen der Realschule im Stiftland und der Zakladnis Skola Jazyku aus Karlsbad unterzeichnet worden. "Aus den Grenzpfählen zwischen den beiden Ländern sind heute Brücken geworden" sagte Maria Kinzinger, Ministerialbeauftragte für Realschulen in ihrem Grußwort. Nach einer einleitenden musikalischen Begrüßung durch die Schulband freute sich Realschulrektorin Kerstin Janke in ihrer Begrüßung, dass die lang vorbereitete Partnerschaft mit der Zakladni Skola Jazyku aus Karlsbad mit der Unterzeichnung jetzt besiegelt wird. Mit der Anwesenheit der Ehrengäste mit Generalkonsul Milan Coupek an deren Spitze bekomme die Unterzeichnung der Urkunde eine besondere Bedeutung. "Aber die wichtigsten Personen für einen gut funktionierenden Austausch sind immer die Schüler." Die Rektorin freute sich auf die gemeinsame Arbeit. Ein Dank galt der Tschechisch-Lehrkraft Lucia Felix für die engagiert geführten Vorbereitungskontakte.

Realschule beispielhaft


Generalkonsul Milan Coupek freute sich bei dieser Partnerschafts-Beurkundung mit dabei sein zu dürfen. Er unterstrich dabei auch die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit beider Staaten. Besonders wichtig aber wären die zwischenmenschlichen Beziehungen wie in dieser Schulpartnerschaft. Sie seien die richtige Diplomatie dazu. Der Generalkonsul, gratulierte zu dieser Gemeinsamkeit. Die müsse nun weiter vertieft werden; dazu wünschte Coupek beiden Schulen viel Erfolg. "Wir sind Europa!" - mit diesen Worten begrüßte die Ministerialbeauftragte für Realschulen Maria Kitzinger Ehrengäste und Schüler zu diesem Festakt und unterstrich in ihrem Grußwort die wieder zwischenzeitlich höchst lebendigen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Kontakte zwischen Bayern und Tschechien. Kinzinger nannte es erfreulich, dass es insbesondere für junge Menschen zur Normalität geworden ist, über Grenzen hinweg zu lernen und zu kooperieren und dazu zählten auch Schulpartnerschaften.

Wir sind Europa!Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger


Hier, so die Ministerialbeauftragte, sei die Realschule im Stiftland Waldsassen beispielhaft. In der 5. Jahrgangsstufe werden im Fach Tschechisch wichtige Grundlagen gelegt, um sprachliche Barrieren bei partnerschaftlichen Begegnungen mit dem tschechischen Nachbarn zu überwinden. "Sprache öffnet Herzen und Türen", sagte Kinzinger weiter. Sie sei der Schlüssel in einer internationalen Welt und führe beruflich wie auch persönlich zum Erfolg. "Durch die gegenseitige Teilnahme an Schulveranstaltungen und Schulfeiern werden aus Gästen Freunde", sagte Maria Kinzinger und wünsche der Realschule im Stiftland mit Rektorin Kerstin Janke an der Spitze dazu alles Gute. Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler sagte, die Unterzeichnung sei gar nicht hoch genug einschätzen. "Wir hier im Stiftland waren über Jahre an den Rand gedrängt, bis der Eiserne Vorgang gefallen ist und wir plötzlich ins Zentrum Europas gerückt sind. Man müsse jetzt weiter zusammen wachsen und dies gehe nur wenn man die Sprach-Hürde überwinde. Dieser Schul-Partnerschaftsvertrag sei ein wichtiger Beitrag dazu.

Wie in früheren Zeiten


Die Grüße und Glückwünsche der Stadt Karlsbad überbrachte zweiter Bürgermeister Jiri Klsak. Heute sei es ganz natürlich, dass beide Völker über die bayerisch-tschechische Grenze sich hin und her bewegen dürften. "Dies war nicht immer so." Klsak zeigte sich froh darüber, dass die Verbindungen wie in früheren Zeiten sind und sich die Menschen dabei gut verstehen. Die Partnerschaft sei eine gute Verbindung zur gedeihlichen Zusammenarbeit.

Normalität und Freundschaft stärkenWie Bürgermeister Bernd Sommer in seinem Grußwort sagte, sei es die Aufgabe seiner Generation gewesen die Grenzen verschwinden zu lassen. Die Aufgabe der jetzt jungen Generation sei es, Normalität und Freundschaft zu verstärken.

Diese Schulpartnerschaft sei eine gute Möglichkeit dazu. Sommer verwies hier auf die eingegangenen freundschaftlichen Verbindungen mit Eger als grenzüberschreitendes Mittelzentrum und auf die neue Städtepartnerschaft mit Chodau. Es sei geradezu notwendig gewesen, dass sich die Realschule im Stiftland mit ihrer Partnerschaft in Europa mit verankere. Sommer wünschte der Schulpartnerschaft alles Gute und dazu auch Gottes Segen. Im Anschluss lud Rektorin Kerstin Janke die Gäste zu einem Stehempfang und zum Besuch des Weihnachtsmarktes ein, den die Schüler auf dem Pausenhof veranstalteten. (kgg)
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