Robert Treml und Hans Zölch leiten Stiftlandmuseum
Neue Kapitäne auf der Brücke

Hans Zölch und Robert Treml (von links) leiten das Stiftlandmuseum. Bild: tr
Vermischtes
Waldsassen
12.03.2016
59
0

Neue Besen kehren gut, sagt der Volksmund. Genauso ist es Usus, dass, wenn eine neue Mannschaft das Ruder übernimmt, sich auch der Kurs ändert. Robert Treml und sein Stellvertreter Hans Zölch stehen jetzt auf der Brücke und bestimmen den Kurs, im Jahr eins nach Adolf Gläßel. Zölch ist auch einer der "Museumsrentner", die während der Öffnungszeiten hinter der Kasse sitzen. Unterstützt wird er von Bruno Salomon, Otto Träger und Oskar Sommer.

Wertvolle Tips


"Das Museum mit mehr Leben erfüllen", ist die Prämisse der neuen Leitung. Rahmenprogramme, wie Lesungen oder musikalische Veranstaltungen sind geplant. Und ein wenig "entstaubt" soll die Einrichtung auch werden. Dazu hat bereits Dr. Otto Lohr, Gebietsreferent der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in München, wertvolle Tips gegeben. Modernisierung der Medientechnik, wie Bildschirme oder eine neue LED-Beleuchtung, waren nur zwei seiner Anregungen auf dem Weg in eine modernere Zukunft.

Natürlich haben sich auch die Museumsleiter Gedanken gemacht. Ihnen schwebt zum Beispiel vor, durch Filmbeiträge einen Rundgang durch die vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten des Stiftlandes, wie Basilika, Kappl oder Bibliothekssaal zu zeigen. Dabei fiel auch der Name Jürgen Neumann. Ein Waldsassener, der unter anderem für das Bayerische Fernsehen arbeitet und selber gern zur Kamera greift. Sukzessive soll das Museum optimiert werden. Maxime dabei ist ebenfalls eine Empfehlung von Dr. Otto Lohr, der gesagt habe: "Jedes Exponat soll seine eigene Geschichte erzählen." Unter diesem Aspekt sollen jetzt sämtliche Abteilungen überprüft werden. Dinge, die grundsätzlich nicht ins Museum gehören, werden entfernt. Im Foyer sind die Neuerungen bereits sichtbar. Dort wurden Vitrinen entfernt. Der Bereich ist keine Ausstellungsfläche mehr.

Im Vortragsraum können sich Treml und Zölch unter anderem auch Konzerte mit Gesangsvereinen oder der Kreismusikschule vorstellen. Auch ab und an so eine Art Museumscafé wäre hier vorstellbar. Auch Vereine, die sich einbinden wollen, seien gerne gesehen. Der Vortragsraum bietet 50 Sitzplätze. Auch der Vorplatz zwischen Medienraum und Museum ließe sich bei schönem Wetter für alle möglichen Veranstaltungen nutzen.

Zudem können sich Treml und Zölch auch Kunstausstellungen sehr gut vorstellen. "Das ist alles reine Planungssache", sagt Hans Zölch. Wer hier was machen will, soll sich einfach melden.

Chronischer Geldmangel


Chronischer Geldmangel bremst seit vielen Jahren die Bemühungen, die Attraktivität noch zu steigern. Auch in Zukunft ist hier das Improvisationstalent der Macher gefragt, denn die finanzielle Situation sei nicht besser geworden.

Im Gegenteil, durch die verkürzten Öffnungszeiten im vergangenen Jahr, seien die in Besucherzahlen um etwa 20 Prozent zurückgegangen. Das führen die Museumsleiter auf die Tatsache zurück, dass die "Museumsrentner" mit dem Mindestlohn abgegolten werden müssen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.