Rückblick bei der Eghalanda Gmoi
"Wir haben den Heimatvertriebenen viel zu verdanken"

Bei der Jahreshauptversammlung der Egerländer Gmoi Waldsassen wurden Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit geehrt. Sitzend (von links) Hildegard Kiemle, Ilse Weber und Edmund Bittner. In der hinteren Reihe (von links) stellvertretender Vorsitzender Josef Walenta, Robert Treml, zweiter Bürgermeister Karlheinz Hoyer und Vorsitzender Josef Heinz. Bild: kgg
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Waldsassen
13.01.2016
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Berichte der Vorstandschaft und die Ehrung treuer Mitglieder standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Egerländer Gmoi Waldsassen am Sonntag im Gasthof "Zum Königlich Bayerischen Forsthaus". Ilse Weber konnte für 40-jährige Treue zum Vertriebenenverein Treuenadel und Urkunde entgegennehmen.

Nach der Totenehrung und anschließenden Verlesung des Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung durch Gmoi-Schreiberin (Schriftführerin) Marianne Bauer, blickte Vüarstöiha (Vorsitzender) Josef Heinz auf ein von vielen Veranstaltungen geprägtes Vereinsjahr 2015 zurück.

Mit eingebunden in die rund 25 Termine war auch eine Reihe von Auftritten der Egerländer Singgruppe unter Leitung von Alois Fischer. Dazu gehörte auch die Mitgestaltung des Weihnachtskonzerts in der Pfarrkirche von Klingenthal im Erzgebirger und der Adventfeier der BRK-Seniorenstube (wir berichteten). Teilgenommen haben die Mitglieder der Eghalanda Gmoi an der Bundeskulturtagung in Marktredwitz und auch am Oktoberfestzug in München. Der anschließende Kassenbericht von "Umgöldner" (Kassier) Helmut Ziegler zeigte finanziell geordnete Verhältnisse auf. Adolf Hart konnte auch im Namen von Edmund Bittner eine ordnungsgemäß geführte Vereinskasse bestätigen. In seinem Grußwort würdigte 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer das Engagement der Gmoi um Vorsitzenden Josef Heinz. "Die Gmoi ist immer und überall präsent", sagte Hoyer und hob hier besonders die Egerländer Singgruppe mit Alois Fischer hervor. Angesichts der zahlreichen Termine sei dies wieder ein sehr lebendiges Jahr gewesen, sagte Hoyer. Er wünschte sich, dass dies noch viele Jahre der Fall sein möge.

"Viel zu verdanken"


"Wir haben den Heimatvertriebenen viel zu verdanken", sagte Hoyer und erinnerte zurück an die Zeit, als Egerländer mit wenig Hab und Gut die Heimat verlassen und im Vergleich zu den heutigen Verhältnissen für Flüchtlinge hier in "ärmlichen Verhältnissen" neu beginnen mussten. Der Kreisobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) Horst Adler verwies in diesem Zusammenhang auf zwei Veranstaltungen hin, die in Verbindung mit der Zeit von damals stehen: Bei einer Veranstaltung in Furth im Wald werde am 24. Januar an den ersten Vertriebenentransport vor 70 Jahren erinnert. Am 25. Januar findet um 19 Uhr im Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth ein Schüler-Forum zum Thema "70. Jahrestag der Ankunft des ersten Sudetendeutschen Vertriebenentransports in Bayern" statt.

Robert Treml, Waldsassener Heimatpfleger und Leiter des Stiftlandmuseums, verwies auf drei Sonderausstellungsbereiche im Jahr 2016: "Waldsassen im Schatten der Goldenen Straße: Stiftland - Egerland", "60 Jahre Patenschaft Waldsassen-Chodau" und eine Sonderschau zum Jubiläum "120 Jahre Stadt Waldsassen".

Josef Frank 60 Jahre bei der GmoiJosef Heinz zeichnete zusammen mit seinem Stellvertreter Josef Walenta eine Reihe langjährige Mitglieder mit Treuenadeln und Urkunden aus. Die Vereinsnadel für 10 Jahre Mitgliedschaft konnten Hildegard Kiemle und Edmund Bittner persönlich entgegennehmen. 10 Jahre zur Gmoi Waldsassen gehören auch Anton Wolfgang Hart, Maria Steinhauser, Selma Wick, Luis-Andreas Hart, Helmut Spandel und Marianne Heinzl. Für 25-jährige Mitgliedschaft nahmen Robert Treml und für 40 Jahre Ilse Weber Treuenadel und Urkunde in Empfang. Auf 60-jährige Zugehörigkeit kann Josef Frank (Falterer Sepp) zurückblicken. Urkunde und Treuenadel waren dem Jubilar ins Seniorenheim in Bremen gesandt worden. (kgg)
Die Gmoi ist immer und überall präsent.Karlheinz Hoyer
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