Sanierung mit Charme

Viele interessierte Waldsassener waren zur Führung mit Architekt Josef Weber (rechts) in die ehemalige "Deutsche Schule" gekommen. Derzeit gleicht die sogenannte "Glück-Villa" noch einer Baustelle. Bild: jr
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Waldsassen
22.05.2016
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In der ehemaligen "Deutschen Schule", später "Glück-Villa", entstehen Büros und Wohnungen. Dafür werden 2,1 Millionen Euro investiert.

Den Charme eines fast verfallenen Bauwerks hatte bislang die ehemalige "Deutsche Schule", besser bekannt unter dem Begriff "Glück-Villa". Derzeit laufen dort umfassende Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen. Die stellte Architekt Josef Weber am Samstag beim "Tag der Städtebauförderung" vor. Ein ehrgeiziges Ziel hätten sich die Verantwortlichen gesteckt. Bis zum September des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Starschuss vor einem Jahr


Vor fast einem Jahr fiel der Startschuss für die Bauarbeiten zur Erhaltung des Gebäudes. Ziel war es, das Anwesen zu neuem Leben zu erwecken. Architekt Josef Weber aus Weiden, dessen Frau aus Waldsassen stammt, machte sich ans Werk. Sein Ziel: Den barocken Glanz des Gebäudes wieder herzustellen. Derzeit deutet noch nicht viel darauf hin. Doch das was Weber seinen Zuhörern erzählte, stimmt optimistisch.

Nicht ohne Städtebauförderung


Im Erdgeschoss entstehen Büroräume und im Ober- und Dachgeschoss fünf Wohnungen. Vier sind bereits vermietet". Bei den Sanierungsarbeiten sei vor allem Handwerkskunst gefragt. Denn Stuck und der historische Baukern sollen erhalten bleiben. "Unser Ziel ist eine Sanierung mit Charme", sagte Weber, der darauf verwies, dass ohne Mittel aus der Städtebauförderung das Projekt nicht zu verwirklichen gewesen wäre. Nach der Sanierung werde wieder Leben einkehren in das 1770 erbaute Gebäude, das sich im Herzen der Stadt befindet.

Bei der Führung wurde eines schnell klar: Arbeiten gibt es noch mehr als genug, soll der eng gesteckte Zeitrahmen eingehalten werden. Doch Weber ist zuversichtlich, dass am Ende auch alles klappen wird. Die alte Bausubstanz mit seinen vielen Gewölben beeindruckte die vielen Besucher.

Moderne Baumaterialien und handwerkliches Geschick sind die Garanten dafür, dass das Gebäude historisch korrekt für kommende Generationen erhalten wird. "Arbeiten und Wohnen am Waldsassener Stachus wird hier künftig möglich sein, nicht zuletzt auch wegen der Mittel aus der Städtebauförderung", sagte der Architekt und sprach davon, dass hier das Geld hervorragend angelegt sei.
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