Seniorenbeauftragten des Landkreises erleben Impulstag auf dem Mitterhof bei Waldsassen
Straußenfleisch und Alpakawolle

Auch über die Verarbeitung und Verwendung der Alpakawolle gab es für die Seniorenbeauftragten des Landkreises auf dem Mitterhof umfangreiche Informationen. Bei einer gemütlichen Einkehr im Hof-Café fand der interessante Nachmittag seinen Abschluss. Bild: kdi
Vermischtes
Waldsassen
25.07.2016
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Einen sehr informativen Nachmittag erlebten die Seniorenbeauftragten des Landkreises bei einem Impulstag auf der Straußenfarm am Mitterhof bei Waldsassen. Kreisseniorenbeauftragter Ludwig Spreitzer konnte dazu auch Anja Dubrowski und Wolfgang Fenzl von der Seniorenfachstelle des Landkreise begrüßen. Spreitzer gab zunächst noch einige Erläuterungen zu dem ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb des Klosters Waldsassen, die von Straußenfarmer Matthias Frank noch ergänzt wurden.

So war zu erfahren, dass der denkmalgeschützte Mitterhof einer der ältesten Höfe der Oberpfalz sei und die Gründung auf Ende des 16./Anfang des 17. Jahrhundert zurückgeführt werden kann. Der Hof war bis 1967 durch das Kloster selbst bewirtschaftet wurde anschließen verpachtet und stand drei Jahre bis zur Übernahme durch die Familie Frank leer. So war auch der teils desolate Zustand der Gebäudlichkeiten zu erklären, die es nun mit viel Eigeninitiative gilt auf Vordermann zu bringen wobei vor allem auf Barrierefreiheit geachtet wird.

Matthias Frank erläuterte die Straußenzucht und gab zahlreiche Informationen zu den Produkte. So war zu erfahren, dass Straußenfett zur Linderung vieler Krankheitsbilder beitragen und sogar Heilung bringen könne. In aufwendiger Handarbeit entstehen Naturseifen, deren Besonderheit bei der Herstellung im traditionellen Kaltverfahren liegt. Beinahe in Vergessenheit geraten, bleiben dabei im Gegensatz zum üblichen Siedeverfahren die wertvollen natürlichen Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten. Und als einen gesunden Genuss seit Jahrhunderten bezeichnete Matthias Frank das Straußenfleisch. Richtig geschnitten, gelagert und zubereitet sei das nicht nur ein Gaumenschmaus. Wegen seiner außergewöhnlichen diätetischen Eigenschaften werde Straußenfleisch von Wissenschaftlern und Küchenchefs immer häufiger als das "Fleisch des 21. Jahrhunderts" bezeichnet.

Doch nicht nur Strauße gibt es auf dem Mitterhof zu bestaunen. Lamas, Alpakas, Esel, Kaschmirziegen und Kaninchen bieten eine breites Spektrum für Führungen.
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