Sommerfest der Feuewehr mit Oldtimer-Parade
Applaus für die „Rote Flotte“

Mit über 50 historischen Feuerwehr-Fahrzeugen waren die Oldtimerfreunde um Dr. Wolfgang Fortelny wieder in die Nachbarstadt Cheb/Eger gefahren. Auf dem Marktplatz fand die Parade reichlich interessierte Besucher. Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
15.08.2016
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Über einen großen Glaspokal mit dem Motiv ihrer Feuerwehrleiter durften sich die Freunde des Historischen Feuerwehrvereins Windischeschenbach freuen. Das Foto zeigt von links Johannes Fortelny, Josef Bauer, Justin Oeser Norbert Oeser und Dr. Wolfgang Fortelny. Bild: kgg

Wenn die Feuerwehr feiert, dann lacht der Himmel. Zumindest in Waldsassen, wo den Brandschützern ja ein besonders guter Draht "nach oben" nachgesagt wird. Aber auch sonst sind die Klosterstädter hervorragende Gastgeber.

Der Großteil der Bevölkerung sah es am Wochenende als eine Selbstverständlichkeit ihre Wehr als Helfer vor Ort zu unterstützen. Und dies in dem Bewusstsein, dass der Erlös mit in die Ausrüstung fließt und damit allen geholfen ist. Nach einem gut besuchten Weinabend am Vorabend als Auftakt, blieben am Sonntag auch viele Küchen kalt, ließ man sich den wieder von Küchenchef Rudi Tippmann und seinen Helfern zubereiteten Schweinebraten mit Knödeln schmecken.

Über besonders viele Besucher durften sich die Verantwortlichen am Nachmittag freuen. Die Feuerwehrfrauen hatten wieder alles daran gesetzt, um zur Kaffeezeit ein reichhaltiges Büfett mit Kuchen, Torten und hausgemachten Kücheln zu bieten. Damit auch später niemand zu verhungern brauchte, hatte der Küchenchef mit saueren Zipfeln, Pfannen-Gyros und Schaschlikpfanne vorgesorgt. Für den musikalischen Part war beim Sommerfest wieder in bewährter Weise Simon Strohmaier verantwortlich. Bei alldem kamen die kleinen Festbesucher nicht zu kurz. Die Attraktion für die Kleinen war wiederum Zauberer Franz, der es mit "zauberhaften Tricks" verstand, die Aufmerksamkeit der Mädchen und Buben an sich zu ziehen.

Groß war die Freude bei Feuerwehr-Vorsitzenden und Oldtimer-Sammler Dr. Wolfgang Fortelny und seinem Sohn Johannes. Die Oldtimer-Schau sorgte mit 55 Autos, Leitern und Pumpen für einen neuen Rekord. Bereits in den frühen Vormittagsstunden rollte eine große Flotte mit Feuerwehr-Oldtimer laut hörbar aus verschiedenen Richtungen auf die Klosterstadt zu. Schon bald war der Ausstellungsplatz auf dem ehemaligen Bahngelände zugeparkt mit den aufpolierten Fahrzeugen, die einst große Dienste in der Brandbekämpfung geleistet haben und heute das Herz viele Liebhaber höher schlagen lassen.

Nach einem Frühschoppen und anschließendem Mittagessen aus der Feuerwehrküche hieß Dr. Wolfgang Fortelny seine schon zahlreich gewordenen Sammler-Freunde und die vielen Sommerfest-Besucher willkommen. Er dankte allen, die mit ihren Fahrzeugen zum Teil weite Anfahrten in kauf genommen habe und so ihre Verbundenheit zu diesem alljährlichen Treffen bekundeten. Der Oldtimersammler dankte seinem Sohn Johannes für den Großteil der Organisation.

Seine Bedenken, ob dies langsam nicht etwas zu groß werde, würden aber zerschlagen, "weil alle immer wieder gerne nach Waldsassen kommen und mit einem großen oder einem etwas kleineren Glaspokal heimfahren dürfen". Auf dem Pokal 2016 ist das 30 Jahre alte und wie neu erstrahlende Leiterfahrzeug des Historischen Feuerwehrvereins Windischeschenbach eingraviert.

Über einen großen Pokal durften sich all jene freuen, die mit gleich mehreren Fahrzeugen gekommen waren, wie zum Beispiel die Historische Feuerwehr Marktredwitz und die Lkw-Freunde "Oberes Vogtland" mit jeweils sieben Oldtimern. Als ältestes Fahrzeug wurde das der Feuerwehr Querenbach ausgezeichnet. Über einen Erinnerungspokal durfte sich auch das Ehepaar Maria und Josef Grillmeier (gebürtige Ottengrüner) freuen, die mit einer roten BMW-Isetta Export 300, (Baujahr 1959), mit einem Blaulicht auf dem Dach aus Wegfurt bei Bad Neustadt angereist waren.

Nach der Pokalverleihung demonstrierte die Waldsassener Wehr das nicht unkomplizierte Aufstellen der großen ehemaligen Leiter der Werksfeuerwehr Bareuther. Nachdem noch die Windischeschenbacher ihr allseits bewundertes Leiterfahrzeug kurz vorgestellt hatten, lud Dr. Wolfgang Fortelny zur Ausfahrt ein, an der sich über 50 Fahrzeuge beteiligen. Sie führte heuer wieder ins benachbarte Eger, wo auf dem Stadtplatz die "Rote Flotte" mit Applaus von vielen Schaulustigen begrüßt wurde. Nach gut einer Stunde ging es dann wieder zurück.
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