Stadt Waldsassen würdigt beim Neujahrsempfang ehrenamtliches Engagement
Einsatz mit Vorbildfunktion

Der Chor der Basilika auf der großen Bühne in der Aula, in der vorderen Reihe sitzend die für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit geehrten Waldsassener. Bild: kgg
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Waldsassen
07.01.2016
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Beim Neujahrsempfang waren traditionell auch die Kaminkehrer als besondere Glücksbringer dabei. Bild: kgg

Auszeichnungen für die Ehrensache prägen traditionell den Neujahrsempfang der Stadt Waldsassen: Dabei werden Persönlichkeiten und Gruppen ausgezeichnet, die "mehr tun, als von ihnen erwartet wird", wie es Bürgermeister Bernd Sommer formulierte.

Die große Bühne in der Aula des Klosters und die Ankündigung, wonach der Chor der Basilika den Abend gestalten würde, hatte es erahnen lassen: Das "kulturelle Aushängeschild für unsere Klosterstadt", wie Sommer sagte, ist an Dreikönig ausgezeichnet worden. Kirchenmusiker Regionalkantor Andreas Sagstetter, der den Chor seit 2000 leitet, nahm die Urkunde von Bürgermeister Sommer in Empfang; auch Stadtpfarrer Thomas Vogl gratulierte.

Längst überfällige Pflicht


Der Chor, der den Abend mit mehreren Stücken musikalisch begleitete, habe durch seine Arbeit Waldsassen zu Rang und Namen unter Musik-Genießern verschafft. "Doch ohne das Mittun vieler, ohne das ehrenamtliche Engagement vieler wäre das nicht möglich." Dabei verwies Sommer auf die Gestaltung von 60 bis 65 liturgischen Feiern - Sonntagsgottesdienste, Gottesdienste an hohen Festtagen - die gleiche Anzahl von Proben und im Schnitt zwei bis drei Konzerte im Jahr. Sommer erwähnte in der Laudatio Konzerte im Ausland, CD-Aufnahmen, Fernseh- und Radioproduktionen, Preise und Ehrungen. Die Anerkennung für diese Arbeit sei für die Stadt "selbstverständliche, längst überfällige und angenehme Pflicht."

Frieda Holm (in Abwesenheit) und Gertraud Müller sind für ihre Arbeit als Caritas-Sammlerinnen ausgezeichnet worden. "Für diesen Dienst, und Ihren Beitrag, um Hilfe für die Menschen zu ermöglichen, gilt höchster Dank und Anerkennung." Für seine Verdienste um die Brauchtumspflege erhielt Josef Heinz eine Urkunde, seit 1959 Mitglied bei der Eghalanda Gmoi und seit 2007 deren Vorsitzender. Dem Singkreis der Gmoi gehört Heinz seit dessen Gründung vor drei Jahrzehnten an.

Erika Kraus und Anna Kailer wurden für ihren Dienst am Nächsten ausgezeichnet: Erika Kraus pflegt und betreut ihren Sohn Bernhard seit dessen Geburt 1985. Anna Kailer pflegte und betreute ihren Sohn Harald, der an den Rollstuhl gefesselt ist, seit dessen Geburt bis zum Umzug in sein neues Zuhause im Behindertenwohnheim in Mitterteich, rund 45 Jahre. "Besonderer Dank gebührt auch dafür, dass durch Ihr Vorbild gezeigt wird, wie Menschen mit Behinderung in das Lebensumfeld integriert werden können." Für die humanitäre Hilfe, wie es sie vergangenes Jahr vielfach geleistet worden ist, sind stellvertretend Dagmar und Wolfgang Schmaus geehrt worden: Beide haben sich, wie Sommer sagte, "in vorbildlicher Weise" in der Betreuung syrischer und irakischer Asylbewerber engagiert. Dabei wollen sie zurückgeben, was sie bei langjährigen beruflichen Aufenthalten im Ausland erfahren haben - Herzlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft. Dagmar Schmaus sei bei den Deutschkursen mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement dabei gewesen. "Wolfgang Schmaus hilft bei den alltäglichen Dingen im Leben", sagte Sommer über Fahrdienste - zum Bahnhof, zur Mitterteicher Tafel, zu Terminen im Landratsamt.

Jüngster der Geehrten war Daniel Schnurrer (Jahrgang 2000), der bereits eine ansehnliche Liste an Erfolgen im Leichtathletik-Sport vorweisen kann. Das TVW-Mitglied trainiert mit seiner Mama Sabine Schnurrer beim TB Jahn Wiesau und hatte dort mehrere Meisterschafts-Platzierungen errungen - den Oberpfalz meister im Crosslauf, im Hammerwerfen und den fünften Platz bei den bayerischen Schülermeisterschaften im Hammerwerfen. Daneben nannte Sommer noch diverse überregionale Erfolge im Rasenkraftsport - einem Dreikampf aus Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoßen in verschiedenen Gewichtsklassen.
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