Stadtrat billigt Konzept

Vermischtes
Waldsassen
10.05.2016
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Einen Betonmischer bestellen und den Hohlraum mit Fertigbeton fluten: Der maroden Statik des Gewölbes auf diese Weise preiswert auf die Sprünge helfen? Das geht nicht. Zumal der Rathaus-Keller unter Denkmalschutz steht.

"Das hat man anderswo in Waldsassen auch schon gemacht", schmunzelt Bürgermeister Bernd Sommer über den unkonventionellen Vorschlag. Dessen Umsetzung aber kommt bei der anstehenden Sanierung des Rathauses nicht in Frage. "Bevor die Handwerker kommen ist die Hälfte des Geldes verbraucht." Die statischen Maßnahmen verschlingen alleine 1,0 Million Euro. Dazu der Brandschutz, mit zusätzlichen Treppenhäusern. Architekt Peter Brückner ließ bei der Präsentation am Donnerstag im Stadtrat durchblicken, dass etwa die neueren Decken aus den 70er Jahren viel schlechter beieinander wären als die alten. Im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung ging's um die Finanzierung: Der Stadtrat, so informierte Bernd Sommer jetzt, habe das Konzept gebilligt. Der Eigenanteil - 2,3 Millionen Euro - wird auf drei Haushalte aufgeteilt; im aktuellen ist davon schon eine Hälfte eingeplant. Im Herbst sollen dann die eigentlichen Arbeiten starten; nach der Bauphase 2017 folgt im Laufe des Jahres 2018 die Rückkehr der Stadtverwaltung an den Basilikaplatz. Kostenintensive Überraschungen während der Bauphase, sagt Sommer, sollte es nur mehr "im kleineren Umfang" geben.

6 793 999,99 EuroZwischendurch standen auch zweistellige Millionenbeträge im Raum. So dick kam's dann aber doch nicht: Die Kosten für die Rathaus-Sanierung bezifferte Architekt Peter Brückner auf exakt 6,793999,99 Euro, "Ich sag' rund 6,8 Millionen Euro", meint Bernd Sommer. Dazu wird die Stadt Waldsassen Fördertöpfe anzapfen. Die Zuschüsse, etwa aus der Städtebauförderung, betragen 4,5 Millionen Euro. Der somit verbleibende Eigenanteil für die Stadt: 2,3 Millionen Euro.
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