Stiftländer Horizont sauber halten

Wahlen bei der "Bürgeraktion Gegenwind Stiftland": Im Bild von links Stadtrat Harald Hertel als Vertreter des Bürgermeisters, Karl Berr, Dieter Kannenberg, Dr. Klaus Arbter, Petra Michallek, Vorsitzender Albert Köstler, Claudia Fuhrmann, Max Schnurrer, Ludwig Hecht und Günter Fuhrmann. Andres Rösch und Dr. Alfred Scheidler waren verhindert. Bild: kdi
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Waldsassen
10.04.2016
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"Noch immer schielen Investoren auf unsere Stiftländer Anhöhen", klagte Harald Hertel in der Jahresversammlung der "Bürgeraktion Gegenwind". Dem müsse eine organisierte Opposition gegenüberstehen, "die unseren Stiftländer Horizont vor einer Verschmutzung zu bewahren sucht".

Vorsitzender Albert Köstler erinnerte in seinem Jahresbericht an besuchte Veranstaltungen und an ein Schreiben an Abgeordnete aus Bund und Land, in dem die Aufgabe des Vereins erläutert wurde: "Unsere Heimat, unsere Landschaft, unsere kulturelle und emotionale Identität erhalten." Köstler fuhr fort: "Für unsere Kinder und Enkel, die unsere Heimat auch noch so erleben sollen wie wir, wenn dieser Spuk der sogenannten Energiewende einmal vorbei ist!" Und er werde vorbeigehen, ein Windhauch der Geschichte bleiben, "wenn Vernunft über Geld siegt". Woher solle der Strom kommen, wenn kein Wind wehe und keine Sonne scheine. Dann müssten konventionelle Kraftwerke kurzfristig anlaufen oder Braunkohle- oder Atomstrom teuer eingekauft werden. In Bayern gebe es 1,2 Millionen Anteilseigner, "die am Windstrom verdienen, aber 10 Millionen bezahlen die Tilgung und die Zinsen über den teuer werdenden Strompreis".

Weiter stellte Albert Köstler fest, dass die 10-H-Regelung kein Windkraftanlagen-Verhinderungsgesetz sei. Jede Gemeinde könne geringere Abstände planen, wenn alle Betroffenen damit einverstanden seien. Die bestehenden Windkraftanlagen decken laut Köstler derzeit 1,6 Prozent des Energieverbrauches.

In Vertretung von Bürgermeister Bernd Sommer überbrachte Stadtrat Harald Hertel Grüße und sprach der Bürgeraktion einen Dank für die geleistete Arbeit "zum Wohle der Stadt und der ganzen Region" aus. Eine unversehrte Landschaft sei Voraussetzung für die Anerkennung der Klosterlandschaft als Welterbe. "Helfen Sie uns weiterhin, dieses Qualitätsmerkmal zu erhalten."

VorstandswahlProblemlos verliefen die Neuwahlen bei der "Bürgeraktion Gegenwind Stiftland". Albert Köstler (Neualbenreuth) wurde im Amt des ersten Vorsitzenden bestätigt. Für die aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedene zweite Vorsitzende Ursula Fleißner konnte mit Andreas Rösch aus Bärnau ein Vertreter aus dem östlichen Landkreis gewonnen werden. Ebenso erhielten Günter Fuhrmann (Poxdorf) als Kassenwart und Dieter Kannenberg (Waldsassen) als Schriftführer ein einstimmiges Votum der Versammlung. Als Beisitzer fungieren weiter Dr. Klaus Arbter, Karl Berr (beide Tirschenreuth), Claudia Fuhrmann (Poxdorf), Ludwig Hecht (Pfaffenreuth), Petra Michallek (Waldsassen), Dr. Alfred Scheidler (Tirschenreuth) und Max Schnurrer (Bärnau/Ahornberg). Revisoren sind wie bisher Hans Grillmeier und Peter Kodewitz (beide Waldsassen). Albert Köstler richtete nach der Wahl einen Dank an Ursula Fleißner für ihr überaus großes Engagement vor allem im Hinblick auf Mitgliedergewinnung und das "große Anschieben in allen die Bürgeraktion betreffenden Angelegenheiten". (kdi)
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