Tanz- und Info-Abend in Waldsassen
Musik und Bewegung erhöhen die Lebensqualität

Elisabeth Eißner, Chefärztin der Orthopädischen Reha-Klinik in Waldsassen, freut sich schon auf den Tanz- und Infoabend zum Thema "Tanzen mit der TEP" und wird auch selbst mittanzen. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG/hfz
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Waldsassen
16.10.2016
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"Was wollen Sie nach der Reha denn wieder gerne machen?" So lautet eine Frage, die allen Patienten, die nach einer Operation mit einer Knie- oder Hüftgelenks-Prothese in die Fachklinik für Orthopädische Rehabilitation nach Waldsassen kommen, gestellt wird. Oftmals, weiß Chefärztin Elisabeth Eißner, ist die Antwort ganz simpel. "Ich will wieder tanzen können", ehe unmittelbar danach die weitere Frage kommt: "Darf ich das denn überhaupt noch?"

Am Freitag, 21. Oktober, ab 18 Uhr gibt es im Katholischen Jugendheim in der Kolpingstraße in Waldsassen viele Infos rund um das Thema "Tanzen mit der TEP". Elisabeth Eißner informiert in einer Pressemitteilung im Interview über die Einzelheiten.

Zunächst ganz kurz - was ist eine TEP?

Elisabeth Eißner: TEP ist die Abkürzung für Total-Endoprothese - ein künstlicher Ersatz für viele Gelenke, beispielsweise Knie-, Hüfte-, Schulter- oder Sprunggelenk.

Welche Idee steckt hinter dem Abend "Tanzen mit TEP"?

Wir hatten bereits vor vier Jahren eine ähnliche Veranstaltung, die ein großer Erfolg war. Das Motto unserer Orthopädischen Reha-Klinik lautet "Selbstständig zurück in den Alltag", wobei das Tanzen ein Teil dieses Alltags ist. Wir haben nach den Operationen viele Anfragen, ob das Tanzen mit TEP möglich, bzw. was zu beachten ist. Darauf wollen wir an diesem Abend die entsprechenden Antworten geben.

Wie lange dauert es denn erfahrungsgemäß, bis man nach einer TEP-Operation wieder tanzen darf?

Wir hatten 2015 rund 900 Patienten bei uns zu Gast, in den letzten fünf Jahren waren es rund 5000. Die meisten TEP-Operationen betreffen dabei Knie- und Hüftgelenke. Je nach Heilungsverlauf muss man mit zwischen drei und sechs Monaten rechnen, bis die Patienten wieder so weit hergestellt, dass sie ihrer Passion, dem Tanzen, wieder nachkommen können.

Was muss man mit einer TEP denn grundsätzlich beachten?

Man sollte auf dem belasteten Bein Drehungen vermeiden und keine Sprünge mehr machen. Ansonsten ist aber fast alles möglich. Wie beim Tanzen, wo bei den klassischen Tänzen alle Grundschritte erlaubt sind.

Lediglich bei lateinamerikanischen gibt es bei manchen Figuren ein paar Einschränkungen. Und eine Absprache mit ihrem Operateur ist auch wichtig.

Wie wichtig ist das Tanzen für TEP-Patienten?

Vom medizinischen Standpunkt her sehr wichtig. Denn Tanzen baut die Muskulatur auf, fördert das Balancegefühl und somit die Vorbeugung vor Stürzen. Zudem machen Musik und Bewegung einfach Spaß und erhöhen die Lebensqualität.

Was ist am 21. Oktober alles geplant?

Nach meiner Begrüßung hält Dr. Kerstin Stiller von der Schön-Klinik in Bad Aibling einen Vortrag zum Thema "Tanzen mit TEP". Nach dem theoretischen Teil sind die Besucher eingeladen zum Tanz - zur Musik der Blaskapelle des Musikvereins Waldsassen. Dabei sollen Rhythmen wie langsamer Walzer oder Rumba wieder an das Tanzen heranführen. Dazwischen wir eine Linedance-Formation auftreten und beim Sitztanz verschiedene Möglichkeiten zur Bewegung aufgezeigt werden.

Wer kann an diesem Abend alles teilnehmen?

Willkommen sind aktuelle sowie ehemalige Patienten unserer Reha-Klinik sowie Betroffene, die vor einer Operation stehen und daran interessiert sind, was sie nachher wieder alles machen können und dürfen. Und unter dem Gedanken, dass Tanzen Lebensfreude bringt und prinzipiell für die Gesundheit förderlich ist, auch jeder, der gerne tanzt. Für die Bewirtung ist gesorgt, der Eintritt ist frei.
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