Teamwork der Generationen

Beim "Inselspringen" musste mit Hilfe von drei Gymnastikmatten eine festgelegte Strecke überwunden werden. Dabei war darauf zu achten, dass sich niemand einen Fehltritt leistet und ins "Wasser" fällt. Bild: kdi
Vermischtes
Waldsassen
04.07.2016
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Das Siegerteam im Seniorenheim St. Martin mit Kathrin Dietz (links), Leiterin "Soziale Betreuung", und Stadtpfarrer Thomas Vogl. Bild: kdi

Ziel der Bundesjugendspiele sind in erster Linie sportliche Einzelerfolge. Anders verhält es sich bei den davon abgeleiteten Bundesgenerationenspielen: Hier zählen allen voran das Miteinander von Generationen und verschiedenen Nationalitäten sowie der Spaß.

Durch die Begegnung und das gemeinsame Agieren soll das Verständnis unter- und füreinander wachsen - darauf setzten auch die Verantwortlichen beim Bundesgenerationenspiel im Seniorenheim St. Martin in Waldsassen. Hier fanden sich sie Senioren mit KAB-Mitgliedern, Fünftklässlern der Mittelschule und Vorschulkindern des Kinderhauses St. Michael zusammen. Die Klasse 7 GTK der Mittelschule hatte mit der Leiterin der Sozial-AG, Lehrerin Sandy Wendt, den Parcours der Aktion geplant und aufgebaut. Strategisches Denken, Geschicklichkeit, körperlicher Einsatz und Konzentration waren gefragt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bernd Sommer und Hauptorganisatorin Kathrin Dietz, Leiterin "Soziale Betreuung", startete der Wettbewerb. Jedes Team bestand aus sieben Personen - beispielsweise aus zwei Schülern, einer Bewohnerin des Seniorenheimes, einem KAB-Mitglied und drei Vorschulkindern. Dabei stellte sich schnell heraus, dass bis dahin fremde Menschen im Team problemlos miteinander in Beziehung kommen können.

Kokosnuss und Papierflieger


An acht Stationen galt es, Geschicklichkeit und Wissen zu beweisen. Gleich bei der ersten Station, dem "Kokosnusskegeln", gab es so manche Überraschung. Weiter ging's zur "Generationen-Airline". Hier wurden die Flugeigenschaften selbst gebastelter Papierflieger getestet. Dabei stellte sich heraus, dass es bei einigen älteren Teilnehmern schon über 70 Jahre her war, seit sie einen Papierflieger gefaltet hatten. Das "Haus vom Nikolaus" war in Großformat mit Kreide auf das Pflaster gemalt und sollte nun abgegangen werden, ohne eine Linie zweimal zu betreten. Geschick wurde beim "Handtuch-Volleyball" verlangt. Zwei Spieler versuchten dabei, einen Ball mit Hilfe eines Handtuches hoch zu werfen und wieder aufzufangen. Wer die meisten Würfe schaffte, konnte sich die größte Punktzahl auf dem Wertungszettel vermerken.

China oder Japan?


Beim "Inselspringen" wiederum musste mit Hilfe von drei Gymnastikmatten eine festgelegte Strecke überwunden werden, die als Insel galt. Dabei war besonders zu beachten, dass keiner die Insel verlässt und ins "Wasser" fällt. Beim "Käserollen" musste ein Autoreifen möglichst schnell ins Ziel gebracht werden. Beim "Länderraten" mussten neun Bilder den Länderflaggen zugeordnet werden. Dass die Schwarzwälder Kirschtorte zu Deutschland gehört war den meisten bekannt - aber dass die Essstäbchen zu China und nicht zu Japan gehören, dem wiederum das Origami-Papierfalten zuzuordnen war, war einigen nicht bewusst. Zum Abschluss durfte das "Zahlenfoto" nicht fehlen. Die höchste Summe der Lebensjahre der Teilnehmer brachte die meisten Punkte. Mit insgesamt 270 Jahren ging das Siegerteam über die Ziellinie.

Nach Auswertung der Laufkarten stellte sich das "Team 7" mit den Schülern Robin Leiß und Leon-Jürgen Bogner, der Altenheimbewohnerin Anni Pilsel, dem KAB-Mitglied Gerlinde Bauer und den drei Vorschulkindern Ina Fischer, Paul Malzer und Simon Stier als Sieger heraus. Sie durften sich über die von Stadtpfarrer Thomas Vogl überreichte Goldmedaille freuen. Ausgezeichnet wurden auch die ältesten und der jüngste Teilnehmer. Anni Pilsel und Barbara Hecht zeigten mit ihren 89 Lenzen, dass sie noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören. Max Summer war als Fünfjähriger der jüngste Mitspieler.

Zum Abschluss dankte Stadtpfarrer Thomas Vogl allen Teilnehmern, Organisatoren und Helfern und versicherte, dass das Bundesgenerationenspiel aufgrund der guten Resonanz im nächsten Jahr durchaus eine Wiederholung finden könnte.

Alt und Jung hatten sich auch im Seniorenheim St. Maria zu einer solchen Aktion zusammengefunden (wir berichteten). Hier hatte sich die Mädchenrealschule mit Konrektor Alfred Benkner und Schwester Hanna-Maria Ehlers um Organisation und Durchführung gekümmert. Natürlich halfen auch die dortigen Mitarbeiter fleißig mit. Nach Auswertung der einzelnen Wettbewerbe konnte sich Schwester Theresa mit ihren Teammitgliedern über die Siegerurkunde für den ersten Platz freuen
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