Unermüdlicher Einsatz

Fröhlich und bunt waren die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Ordensjubiläum von Schwester Maria Monika Heindl. Nicht zuletzt die Lebensfreude der Einheimischen ist ein Grund dafür, dass Tansania zur zweiten Heimat der gebürtigen Münchenreutherin geworden ist. Bild: Privat
Vermischtes
Waldsassen
25.02.2016
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Seit Jahrzehnten wirkt Ordensschwester Maria Monika Heindl in Afrika, wo sie sich unermüdlich für die schulische Ausbildung junger Mädchen einsetzt. Mit ihrem Engagement hat sie sich in ganz Tansania einen Namen gemacht. Kürzlich feierte sie vor Ort 60-jähriges Professjubiläum.

Kifungilo/Münchenreuth. Zu Ehren der gebürtigen Münchenreutherin und zweier weiterer Schwestern vom "Kostbaren Blut Christi" stieg eine große überregionale Zeremonie in Poli-Singisi. Den Festgottesdienst zelebrierte der Erzbischof der Diözese Arusha, Josaphat Louis Lebulu. Die Feierlichkeiten in der Missionsstation Kifungilo waren bereits im August 2015 im kleineren Kreis über die Bühne gegangen.

Alle, die Schwester Monika persönlich kennen, wissen, wie geistig fit die 84-jährige immer noch ist. Auch wenn sie heute vor allem die Landessprache Kiswahili und im Unterricht Englisch spricht, so pflegt sie im Gespräch mit Besuchern aus der Heimat oder Anrufern nach wie vor ihren Oberpfälzer Dialekt. Seit 1975 hat sie eine Mädchenschule mit Internat für 450 Schülerinnen aufgebaut und bis vor kurzem auch noch geleitet. Zwar ist sie nicht mehr für alles verantwortlich, doch sitzt sie noch täglich am Schreibtisch und kümmert sich als "guter Geist" um alle möglichen Angelegenheiten.

Mit ihr freuen sich die Mitglieder ihrer Heimatpfarrei und vor allem ihr Bruder Johann Heindl. Stets verbunden zeigen sich die Freunde und Gönner mit der Bildungsarbeit, die in der Missionsstation und in der Schule geleistet wird. Auch waren schon mehrere Oberpfälzer zu Gast in Kifungilo. Für die Verbundenheit und die Spendenbereitschaft bedankt sich Schwester Monika regelmäßig mit Briefen. Außerdem schließt sie alle Unterstützer in ihr Gebet ein.

"Helfen im Kleinen"


Bilder von den Feierlichkeiten bekam erst in diesen Tagen der Neffe von Schwester Monika, Walter Heindl, der dies zum Anlass nahm, alle ihre Bekannten in der "alten Heimat" über das Jubiläum zu informieren. Die Bilder hatte ihm die Kolpingsfamilie Ertingen (Baden-Württemberg) übermittelt. Einige Mitglieder waren zu einem Arbeitseinsatz vor Ort und hatten auch an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilgenommen. Die Gruppe um 2. Vorsitzenden Richard Neubrand unterstützt ebenfalls schon seit Jahren die Missionsarbeit in Kifungilo. "Ich wünsche jedem, das mal hautnah zu erleben, denn die Dankbarkeit, die Lebensfreude und die Zufriedenheit der Menschen gibt uns einiges zurück", sagt Neubrand, der bisher bei jedem der Arbeitseinsätze dabei war. Dabei sieht er den Sinn dieser Einsätze darin, durch das "Helfen im Kleinen" die Menschen zu motivieren.
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