Vogelwild

Narrenkappen und Aufgaben gab's bei der ersten Elferratssitzung beim Kapplwirt zu verteilen. Sitzend (Zweiter von links) Vorstand Walter Heindl, in der Mitte Gardetrainerin Rebecca Ernstberger und Prinzessin Barbara I. sowie von rechts Vize-Präsident Christian Betzl und Präsident Alexander Hübner. Bild: Bernhard Eckstein
Vermischtes
Waldsassen
17.11.2016
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Die Schlüsselcluberer haben die 45. Faschingssaison eröffnet. Im Kapplwirtshaus hatten Vize-Präsident Christian Betzl und Schlüsselclub-Vorstand Walter Heindl Mühe die Narren auf Spur zu bringen.

Münchenreuth. Besonders schwierig gestaltet sich laut Pressemitteilung die Situation für das neue Prinzenpaar. Prinzessin Barbara I. (Barbara Kraus) musste auf die Unterstützung von Prinz Christian I. (Christian Übelacker) verzichten. "Dieser sagte frustriert die Sitzung ab, da ihm der Sturm aufs Rathaus und Schlüsselübergabe verwehrt blieben." Vorstand Heindl habe einen Sturm der Rathaus-Außenstelle in der Sparkasse in letzter Minute verhindert. "Ein Sturm wird hier als Banküberfall ausgelegt." Robert Bartl offenbarte, dass der Prinzenwagen dieses Jahr nach 44 Jahren in Faschings-Rente gehen muss; die Schummel-Software auf dem VW Käfer (geschätztes Baujahr 1955) verhindere eine ordnungsgemäße Teilnahme am Straßenverkehr. Rebecca Ernstberger und Barbara Kraus erzählten von Schwierigkeiten beim Training des neuen Männerballetts. Benedikt Sommer und Christopher Ernstberger wurden als zusätzliche Prinzengarde-Betreuer neben Felix Kubitscheck eingeteilt. Sie sollen zusammen mit den weiteren Trainerinnen Lisa Grötsch und Theresa Schuller für Ordnung bei den vier Garden sorgen. (Weitere Berichte)

Münchenreuth. Von einer schwierigen Themensuche für den Faschingszug berichtet der Schlüsselclub: Man habe zwar hier und da mal was gehört. "Aber das ist doch alles a Schmarrn", kommentierten die Elferratsmitglieder die Liste, die Hübner vorstellte. "Des wird nix", "des haben wir schon mal gehabt", "des is a 0815er Thema" oder "den können wir nicht schon wieder bringen", waren dabei noch die jugendfreien Kommentare. So blieb das Geheft mit der Themensammlung erst einmal leer.

Der Schlüsselclub bittet daher um Mithilfe. Wer ein Thema weiß, könne sich beim Schlüsselclub unter faschingszug@gmx.de melden oder auch anonym in der Zeitungskiste im unteren Dorf gegenüber des alten Gefrierhauses bis Weihnachten einen Themenvorschlag abgegeben. "Leserbriefe zu heißen Themen sind auch erwünscht", teilt der Schlüsselclub mit. Büttenredner Martin Hecht erklärt sich zwar bereit "irgendeinen Schmarrn in der Büttenrede zu erzählen." Er ließ sich jedoch entschuldigen, da er als "Aufsichtsrat vom Schafferhof" einer anderen Sitzung beiwohnen musste. Prinzenwagenbauer Robert Bartl verließ kurz vor der Abstimmung über die Anschaffung eines neuen Autos den Saal, da er kurzfristig auf die Toilette musste. Der Präsident nannte dies ein "inakzeptables Verhalten". Elferrat Reinhard Grillmeier fehlte auch. Er nahm sich vor an einem Tag von Münchenreuth bis Garmisch zu fahren und die Zugspitze zu erklimmen. Leider war er nicht rechtzeitig zurück. Ein Zeitungsbericht über seinen Ausflug soll noch folgen. Die Mitglieder sandten eine "Kopf hoch"-SMS an ihn und spendeten spontan jeweils einen Euro in das Schlüsselclub-Sparschwein.

Ergebnislos die Suche nach einem Hofnarren. Michael Hübner hatte nach 11 Jahren den Dienst quittiert. Nun findet sich keiner, der sich traut in die "Schuhgröße 50"-Fußstapfen des mit 2,10 Meter längsten Hofnarren der Welt zu treten.
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