Vortrag von Chefärztin Elisabeth Eißner über Akupunktur
Reizende Stiche

Nach dem Setzen der feinen Nadel durch Chefärztin Elisabeth Eißner konnte Ferdinand Sperber in sein kurz schmerzverzerrtes Gesicht schnell wieder ein Lächeln zaubern. Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
14.04.2016
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Ferdinand Sperber wollte es genau wissen: Der Geschäftsführer der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum begab sich sprichwörtlich "unter die Nadel" - und erlebte eine besondere Überraschung.

"Guck mal was da sticht": Unter diesem Titel referiert die Chefärztin der Orthopädischen Reha-Klinik Elisabeth Eißner bei einer Veranstaltung des Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen. Bei dem Vortragsabend am Dienstag, 19. April, um 19 Uhr im Veranstaltungsraum des Gesundheitszentrums (Krankenhaus) steht die Akupunkturbehandlung im Kontext der Schmerzmedizin im Vordergrund. Hier gibt die Chefärztin neben einem Überblick über die Grundprinzipien der Schmerztherapie auch Einblick in die Geschichte und Wirkungsweise der Akupunktur. Wie die Chefärztin im Gespräch mit dem NT über die Geschichte der Akupunktur sagte, ist diese seit den 70er Jahren in der westlichen Welt in der Öffentlichkeit breiter bekannt geworden, aber schon rund 3000 Jahre in China zu Hause. Elisabeth Eißner wird in ihrem Vortrag auf mehrere Punkte näher eingehen - etwa wie Akupunktur wirkt oder verschiedene Indikationen schildern, etwa Migräne, Schmerzen des Skelettsystems oder Wirbelsäule, Kniearthrose, psychosomatische Erkrankungen und Schlafstörungen.

Stimulierende Reize der Nadeln lösen im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellende Substanzen aus, die oft als "Glückshormone" bezeichnet werden. Wie die Reha-Chefin nebenbei mit erwähnte, kommen ihre Patienten wenn nötig bei akuten Schmerzen in den Genuss einer Behandlung durch Akupunktur.

Der Geschäftsführer der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum (KuBZ), Ferdinand Sperber, ließ durch die Chefärztin seine Neugier stillen, wie denn so ein Nadelstich eigentlich wirkt: Bei der Behandlung an einem bestimmten Akupressur-Punkt an der Hand hatte Sperber ein Gefühl, das er mit dem nach dem Berühren eines Elektrozaunes vergleicht. "Wahnsinn, was das auslöst", sagte Sperber später über den Pieks in die Haut und erinnerte sich, dass an der Körperstelle spürbar Reize geflossen sind.

Spenden fürs KuBZElisabeth Eißner und Ferdinand Sperber freuen sich am Dienstag auf viele interessierte Besucher. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten des KuBZ werden aber gerne entgegengenommen. (kgg)
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