Zwischen Mangel und Überfluss

Die Sonderausstellung "Unser tägliches Brot - Ernährung einst und heute" ist am Mittwoch, 6. Januar, zum letzten Mal im Stiftlandmuseum zu sehen. Bild: hfz
Vermischtes
Waldsassen
04.01.2016
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Nur noch wenige Tage haben Interessierte die Gelegenheit, die Präsentation zu sehen: Wenn das Stiftlandmuseum traditionsgemäß am 6. Januar seine Saison beschließt, endet auch die Sonderausstellung "Unser tägliches Brot - Ernährung einst und heute".

Die viel beachtete Ausstellung war zum Saisonstart am 27. März 2015 bei einer Feierstunde mit zwei Einführungsvorträgen von Ulrike Gschwendtner und Anneluise Haberkorn eröffnet worden. Das Konzept beruht weitgehend auf einer Idee des im September 2015 verstorbenen Museumsleiters Adolf Gläßel, der sich unermüdlich engagierte und zahlreiche Gegenstände einbrachte.

Mühevolle Ernte


Zentrales Element ist ein großes Poster, das die mühevolle Getreideernte vor gut 100 Jahren zeigt, als noch Handarbeit gefragt war. Vor dem Bild wurden auf einer Podiumstreppe mehrere Garben platziert - mit verschiedenen Getreidesorten, die die Grundlage der Ernährung bilden. Breiten Raum nehmen historische Aspekte und Informationen ein. So finden sich Ratschläge und Rezepte der heiligen Hildegard von Bingen ebenso wie Einblicke in den einstigen Gartenbau und alte Kaufläden. Die Präsentation verdeutlicht vor allem auch die mühsame Hauswirtschaft in der "guten alten Zeit" sowie auch in schlechten Zeiten. Aufgezeigt werden unter anderem Methoden und Gebräuche, um Nahrungsmittel haltbar zu machen. Einen Gegensatz dazu bilden Vitrinen mit aktuellen Ernährungsgrundsätzen. Damit will die AOK Tirschenreuth auf die Problematik der ungesunden Ernährung hinweisen.

Ein überaus positiver Aspekt der Ausstellung sei auch der mehrmalige Einsatz der "Kochkiste" gewesen, wie die Verantwortlichen betonen. Silvia Engel und ihre Kolleginnen von den Kinderhorten in Waldsassen und Mitterteich haben dabei Kindern mit Rezepten wie etwa Milchreis mit Apfel den Museumsbesuch besonders "schmackhaft" gemacht.
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