Experte gibt Tipps beim Baumschneidekurs der Siedler
Viel Licht und Luft

Freizeit
Waldthurn
21.03.2016
6
0

Der Garten von Helmut Gollwitzer bot am Samstagvormittag die besten Voraussetzungen für den Baumschneidekurs der Siedlergemeinschaft. Werner Huber aus Amberg wies in Theorie und Praxis auf die verschiedenen Pflegemaßnahmen hin. 20 Gartenbesitzer waren der Einladung gefolgt.

Der Experte praktizierte an einigen Bäumen das richtige Zuschneiden und gab Tipps zum perfekten Schnitt. Er erläuterte zahlreiche Fachausdrücke wie Saftwaage, Wassertriebe und Gummifluss. "Wichtig ist, dass der Baum innen viel Luft und Licht bekommt", erklärte der Fachberater. Je dichter der Baum, desto schlechter sei es für das Obst. Einer der Teilnehmer zitierte den Waldthurner Gartenexperten Josef Dobmeier, der meinte, dass die Pflanze richtig beschnitten sei, wenn man durch einen Obstbaum einen Hut werfen könne.

Huber wies darauf hin, senkrechte Wassertriebe zu kürzen und stets daran zu denken, dass die Äste in der Waagerechten sein sollten. Das Wachstum werde durch Abschneiden des Asts angeregt. "An der Stelle des Asts, an der man kürzt, warten an der Schnittstelle sieben schlafende Augen." Wenn in einem Jahr der Baum viel Obst getragen hat, trage er im nächsten Jahr wenig oder keine Früchte.

Grundsätzlich sei das Schneiden das ganze Jahr möglich. "Warum schneiden wir dann im Frühjahr? Weil wir im Sommer keine Zeit habe", meinte Huber amüsiert. Auch das Thema Leitäste sprach er an. Der Experte zeigte zudem eine Versiegelung von abgesägten Aststellen. "Diese soll man ab einem Schnittgrößendurchmesser eines früheren Fünf-Mark-Stücks, dabei von außen her, zirka einen Zentimeter versiegeln." Die Wunden eines Baums verheilen erst, wenn er Laub trägtt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Siedlergemeinschaft (62)Baumschneidekurs (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.