Hubert Tremls Seelenerhebung
Gedanken zum Lieblingstag

Einmal mehr begeisterte Hubert Treml zusammen mit seinen Musikern am Sonntagabend im Waldthurner Gesundheitszentrum mit seinen "Seelenerhebungen". Bild: fvo
Freizeit
Waldthurn
04.10.2016
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Kurzweilig, nachdenklich, humorvoll und unterhaltsam - Hubert Treml brachte für jeden der mehr als 80 Besucher im Gesundheitszentrum individuell seine "sonntägliche Seelenerhebung" wie er es nannte.

"Der Sonntag ist auf jeden Fall mein Lieblingstag", erklärte er garantiert in Oberpfälzer Mundart. "Am Sonntag mach mer nix - da hat man viel Zeit." Treml erklärte, dass britische Forscher herausgefunden haben, dass tatsächlich auch Nachtigallen auf die Sonntagsruhe reagieren und leiser zwitschern als unter der Woche, in der sie den Lärm der Städte übertönen müssen.

Unterstützung erfuhr der Bühnenmann in perfekter Weise von Horst Plössner (Klavier), Stefan Wurzer (Cajon) und den grippegeplagten Sepp Zauner (Geige). So machte sich der "Künstler vom Weidner Hammerweg", der in Regensburg wohnt, musikalische Gedanken, was man denn so alles am "Tag der Ruhe" machen könne: Fitness, Brunchen, in die Kirche gehen, Fußball, Mountainbiken oder ein Konzert besuchen.

Das Publikum klatschte und sang begeistert mit. Die Künstler zeichneten dabei musikalisch ein Bild vom "Unterhem-Brando" vom Hammerweg, wobei in der ersten Besucherreihe ein gleichmäßiges Wippen der überkreuzten Beine einsetzte und den Rest der Zuhörer ein Lächeln auf den Lippen malte.

So schwärmte er von einer Frau aus Pfaffenreuth mit ihrer "selberg'machten Erdbeermamalaad". In einem humorvollen Lied besang er verschiedene Berufsgruppen, wobei das Wichtigste für einen Lehrer ein Kaffee sei. In einem mitreißenden Blues behauptete er, dass der "Seelenbaumeltag" das Herzstück der Woche sei. Eingefrorener Kirwakuchen sei geradezu ideal bei überraschenden Sonntagsbesuchen. Trotz vieler "Sonntagsreden" würde man vor lauter "Gwirch" vergessen, dem Anderen zu sagen, wie wichtig er ist. Nachdenklich, verträumt und mit viel Herzblut untermauerte er diesen Gedanken mit dem "Herzstück- Song".

Wenn die Benzinanzeige auf Null geht, fahren viele in die Tschechei und am Sonntag steht auf dem Oberpfälzer Mittagstisch "Semmelknödel mit Schwammerlsoß". Der beseelte Künstler stellte auch fest, dass es nicht schaden könne, schön zu sein. Beim Lied "Heilig" reflektierte er kritisch die aktuelle "Migrationslage" und meinte, dass es auf keinen Fall sein könne, dass Flüchtlingsheime angezündet würden. Mit dem hoffnungsvollen Lied "Es ist immer wieder Land in Sicht" wollte Treml den inspirierenden Sonntagabend beschließen. Als Zugabe sang er den "Engel auf der Trepp'n". Und schließlich erfüllte er den Wunsch des Publikums, noch einmal das "Herzstück" zu spielen. "Schön war die Seelenbaumelstunde", meinten Silvia Stahl und Manfred Kellner vom Landvolk, das diesen Abend ermöglicht hatte.
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