Dr. Nilolaus Globisch dankt mit klassischem Konzert
„O sole mio“ im Heustadl

Der junge Tenor Ibrahim Yesilay und die Pianistin Susanna Klovsky aus München begeisterten mit ihrem Konzert in Woppenrieth in ungewöhnlichem Ambiente mehr als 100 Zuhörer. Bild: fvo
Kultur
Waldthurn
06.07.2016
91
0

In solcher Umgebung sind diese hochrangigen Künstler garantiert noch nie aufgetreten. Woppenrieth hat schon viel erlebt, aber ein klassisches Konzert, in dieser Qualität in einer Heuscheune gab es bisher noch nicht.

Woppenrieth. Elfi und Dr. Nikolaus Globisch befreiten den Veranstaltungsraum in wochenlanger Arbeit mit ihren fleißigen Helfern von Heu, Stroh, Staub und Spinnweben. Eingeladen hat der beliebte Marktrat und Landarzt zusammen mit seiner Frau anlässlich ihres 30-jährigen Daseins auf dem ehemaligen Gursnhof in Woppenrieth. "Danke für die letzten drei Jahrzehnte hier im Dorf." Als Anerkennung hatte er zwei hochrangige Künstler, einen in Gelsenkirchen lebende türkischen Tenor und eine Pianistin aus der Landeshauptstadt München eingeladen.

Charmante Begleitung


Der Tenor Ibrahim Yesilay, der aus der Hauptstadt Ankara stammt und derzeit ein Engagement am Musiktheater in Gelsenkirchen hat, begeisterte die mehr als 100 Zuhörer. Nicht weniger gut begleitete den 26-jährigen jungen Sänger die Pianistin Susanna Klovsky aus München, die besonders als Kammermusikpartnerin gefragt ist.

Globisch dankte der Dorfgemeinschaft und speziell seinem Freund Josef Beimler. "Vor wenigen Wochen waren hier im Theaterraum noch Stroh, Heu und Spinnweben", meinte der Gastgeber und hob seine fleißigen Helfern hervor. Besonders begrüßte er eine Besucherin aus Peru, die gerne in das nach eigenen Worten sogenannte "Elfi-Land" gekommen sei.

Die beiden Klassikkünstler eröffneten mit Rigoletto von Verdi und legten sogleich "Dies Bildnis ist bezaubernd schön" von Mozarts Zauberflöte nach. Klovsky führte sehr kurzweilig durch das Programm. Die Pianistin glänzte bei verschiedenen Soli wie zum Beispiel "Debussy".

Dabei war es im Heustadl mucksmäuschenstill. Yesilay begeisterte mit seiner Stimme auch Zuhörer, die nicht ausgewiesene Klassikfans sind. Nach einer kurzen Pause eröffnete Klovsky mit der "Mazurka" von Chopin. Nach verschiedenen Arien kam schließlich das Ende eines mitreißenden Konzertabends. Beim bekannten "O sole mio" bebte die Scheune und die Zuhörer applaudierten begeistert.

Beimler meinte in seiner ehemaligen Scheune: "Was habe ich mich in dieser Scheune als junger Mann geplagt, nun ist hier alles sauber, eine Bühne und sogar der Teppich ist ausgelegt. Schön, dass die Familie Globisch vor 36 Jahren nach Waldthurn und vor 30 Jahren hier nach Woppenrieth gekommen ist. Ich freue mich auf weitere drei Jahrzehnte."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.