Kinder- und Jugendchor Waldthurn bereichert die Region
Freu(n)de am Singen

Um die "CantiKids" kümmern sich Manuela Grünauer (hinten, links) und Monika Stahl (hinten, Zweite von links). Bilder: fvo (2)
Kultur
Waldthurn
02.10.2015
143
0

Waldthurn ist eine Hochburg der Musik und des Gesangs. Die Sangesqualität des Kinder- und Jugendchors ist weit über die Grenzen der Marktgemeinde bekannt und eine kulturelle Bereicherung für die ganze Region.

( fvo) Unter dem wohlbehüteten Dach des traditionsreichen Gesang- und Orchestervereins 1899 Waldthurn haben sich, neben dem gemischten Erwachsenenchor "TonART" zwei weitere Chöre formiert. Bisher traten sie unter Kinderchor, Jugendchor und Landjugendchor auf. Der Kinderchor nennt sich nun "CantiKids" und der Chor für Heranwachsende "amicanti". Und so wie in jedem Verein, ist der entscheidende Faktor das Zusammengehörigkeitsgefühl der Truppe und ein engagiertes Führungsteam.

Neue Strukturen

"Unsere Stärke ist die Gemeinsamkeit", schwärmt Manuela Grünauer aus Waldthurn, die den Kinderchor seit sieben Jahren leitet und zusammen mit Monika Stahl aus Albersrieth beim neuen Jugendchor den Ton angibt. Neben den Kinderchor leitete Grünauer den bisherigen Jugendchor, den Landjugendchor führte Stahl.

Manche Jugendliche sangen gleichzeitig hier und dort. So machte es Sinn, die 75 Kinder- und Jugendstimmen insgesamt neu zu strukturieren und auch neue Chornamen zu benennen. Dabei nutzte man die Kreativität der jungen Menschen.

"Die Chornamen haben sich die Sänger selbst gegeben", erklärt Grünauer weiter. Talentiert sind die jungen Stimmen der beiden Chöre ob "CantiKids" oder "amicanti" allemal. Dies zeigen die enormen Erfolge in den letzten zwei Jahren, seitdem die Umstrukturierung eingeleitet und mit der Namensgebung nun endgültig umgesetzt wurde. Sie imponierten bei ihren Auftritten und zogen dabei regelmäßig das ganze Register ihres Könnens.

Mädchen geben Ton an

Eigentlich geben in den beiden Sangesgemeinschaften die Mädchen den Ton an, einige junge Sänger wie Korbinian Friedl, Niklas und Bastian Bergler, Julian und Lukas Grünauer sowie auch Johannes Pflaum bringen sich mit ein und fühlen sich sichtlich wohl. Hier sind junge Menschen am Werk, die sich, egal in welcher Altersgruppe, verstehen. Dabei verbinden sie ihre Freundschaft mit enormer Freude am Gesang.

Bei "CantiKids" sind 25 Mädchen und Buben mit Eifer bei der Sache. Die Jüngste ist die vierjährige Leni Heimann aus Letzau, die mit ihrer Schwester Anna, die in die 3. Klasse der Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule geht, stets bei den Proben und Auftritten dabei ist. "amicanti" besteht samt den beiden Leiterinnen aus insgesamt 50 Sängerinnen und Sängern. Manuela Grünauer ist Lehrerin in der Mittelschule Neustadt/WN - Monika Stahl studiert in Erlangen Pharmazie.

Ein ideales Gespann, das sich perfekt mit Professionalität, Gelassenheit und Souveränität einbringt. Bei den Proben und Auftritten strahlen die beiden eine erstaunliche Ruhe auf das jeweilige Ensemble aus. "Wir wollen ein möglichst breites Feld an Solisten aus dem Chor herausschälen. Dies fördert die Gemeinschaft und es gibt keine Bevorzugungen - der Chor ist und bleibt der Star", meint Grünauer. Andere Singgemeinschaften hätten oft Nachwuchsprobleme - dies sei in Waldthurn nicht der Fall. Der Übergang von Kinder- zum Jugendchor sei fließend um das 12. Lebensjahr. "Die Großen kümmern sich um die Kleinen, dies erleichtert die Chorleitung."

Hochzeiten, Taufen, Maiandachten, Kirchweihgottesdienste und das Benefizkonzert zur Unterstützung der Innenrenovierung der Fahrenbergkirche am Sonntag, 11. Oktober, um 18 Uhr in der Vereinshalle sind Veranstaltungen, bei denen die beiden Chöre auftreten. Belohnung ist der Applaus des Publikums und Ausflüge wie kürzlich in den Europapark Rust. Musikalisch unterstützt werden die Chöre von Teilen des Waldthurner Blechhaufens.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.