Lennesriether Sitzweil lockt zum 25. Mal viele Liebhaber bodenständiger Volksmusik in den ...
Zünftige Musik für einen Laib Brot

Nicht nur die vielen Mitwirkenden der Lennesriether Sitzweil hatten bei der Veranstaltung mächtig Spaß. Die Gäste, die aus dem ganzen Landkreis und der Stadt Weiden nach Lennesrieth kamen, staunten nicht schlecht über die Qualität der musikalischen Darbietungen. Bild: fvo
Kultur
Waldthurn
01.06.2016
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Lennesrieth. Ein voller Veidn-Stodl, ursprüngliche Oberpfälzer Musik, gutes Essen und Trinken: Die Sitzweil der Lennesriether ist seit 1991 eine Erfolgsgeschichte wie sie den Oberpfälzern gefällt. Vor einem Vierteljahrhundert hat die Dorfgemeinschaft diese Veranstaltung ins Leben gerufen. Am Freitag bereitete die Jubiläumssitzweil den vielen Zuhörern große Freude. Der Eintritt war wie immer frei. Die Musikanten sangen und spielten für einen Laib Brot aus dem Lennesriether Backofen.

Unterhaltsamer Abend


Vorausgegangen war eine Maiandacht, die der Waldthurner Pfarrer Marek Baron in der Filialkirche gestaltete. Das Gesang-Trio "Triangel" mit Andrea Götz, Steffi Daubenmerkl und Doris Völkl sowie Georg Schmidbauer an der Orgel begleiteten die Feier. Dorfsprecher Michl Steiner begrüßte anschließend im Stodl die Gäste sowie Moderator Heinz Deisinger aus Weiden, der unterhaltsam durch den Abend führte.

Der Einstieg gelang mit den vier schneidigen "Waldthurner Holzstoußboum". Sie treten seit Monaten bei verschiedenen Veranstaltungen auf und eroberten auch diesmal l mit "Hey Slavko, spiel uns eins" schnell die Herzen der Musikfreunde. Jonas Kraus, Valentin Reil, Andreas Holfelner und Julian Bauer entlockten Harmonie, Tuba, Trompete und Posaune so manchen Ton, der den Zuhörern schnell ins Gehör ging. Pünktlich zum Glockenläuten der Filialkirche sang die Gruppe "Triangel" "Den Engel des Herrn". Die drei Damen zeigten auch auf den zur Bühne umfunktionierten Traktoranhänger im Stodl ihr Können. Das von Schmidbauer komponierte Fahrenberglied gaben die Vier zur Freude der Besucher zum Besten.

Spontan fanden sich die vier Holzstouß-Burschen mit den "Bushäuslmusikanten" Hans Fröhlich (Weiden) und dem Letzauer Stefan Scheufler zusammen. Bei diesem Höhepunkt stiegen die sechs Musikanten die Stodltreppe empor und spielten unter dem Dach neben dem Heugebläserohr ihr "Auf der Autobahn". Außerdem führten sie hoch oben "Den Paul und seinen Gaul".

"Hackbrett furiosa" mit Andrea Zellner (Lennesrieth) sowie Christine Eller aus Weiden zeigten mit einem Spontan-Gastmusiker aus Ulm, welch schöne Musik mit Hackbrett, Schifferklavier, Harfe, Contrabass und dem ungewöhnlichen Instrument, einer Okarina, möglich ist.

Spanische Klänge


Peter Ermer aus Altenstadt/WN entlockte seiner Gitarre spanische Klänge und spielte das "Halleluja" aus dem Musical "Shrek". Deisinger nahm zwischendurch selbst die Knopfharmonie in die Hand und gab mit Theo Helgert aus Weiherhammer ein hörenswertes Duo ab. Altmeister Horst Peugler aus Vohenstrauß komplettierte mit seiner Zither den Abend. "Heute spiele ich die Ouvertüre zu Dichter und Bauer von Franz von Suppé, die normalerweise ein 96-köpfiges Orchester spielt." Der Weidener Stadtheimatpfleger Alois Stadler lockerte mit launigen Kurzgedichten und "Oberpfälzisch von reinstem Wasser" den Abend auf. Die Dorfbewohner servierten zur Stärkung Schnittlauchbrote, Kartoffelsalat, Fisch, Leberkäse sowie Zwiebelkuchen und Bauernbrot aus dem Backofen.
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