290 Jahre Dreifaltigkeit

Lokales
Waldthurn
15.11.2014
0
0
290 Jahre ist sie alt, die Waldthurner Dreifaltigkeit. Die Rede ist von der Dreifaltigkeitssäule am westlichen Ende der Hauptstraße. Der genaue Anlass zur Errichtung ist nicht mehr bekannt. Doch ist im 18. Jahrhundert eine starke Verehrung der Dreifaltigkeit festzustellen, was in vielen Orten zur Aufstellung von Säulen führte. 18 Jahre vorher wurde auf dem Fahrenberg die Dreifaltigkeitskapelle gebaut. Die Säule mit der Jahreszahl 1724 besteht aus Flossenbürger Granit.

Bemerkenswert ist, dass Schaft und Kapitell aus einem Stück gearbeitet sind. Eine Darstellung der Krönung Marias durch die Dreifaltigkeit ist auf der Säulenspitze. Die Arbeit ist von hoher bildhauerischer Qualität. Umgeben ist die Säule von einer eleganten Balustrade, an deren Ecken früher noch zusätzliche Säulen standen. Mit diesem Denkmal war früher auch ein alter Brauch verbunden. Jährlich wurde von Pfingsten bis zum Dreifaltigkeitssonntag jeden Abend ein Licht an der Säule entzündet. In früherer Zeit tat dies der Polizeiwachtmeister, der auch als Laternenanzünder oder "Lämperer" fungierte. Später übernahm die Familie Stubenrauch diese Aufgabe. Ab 1968 führte der OWV diese Tradition fort.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.