Auf die Knie

Lokales
Waldthurn
06.10.2014
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Was tut man nicht alles für ein gelungenes Vereinsjubiläum. Auf Knien baten die Führungskräfte der Feuerwehr Vohenstrauß ihre Kameraden in Waldthurn, sie mögen doch die Patenschaft für ihr Fest im kommenden Jahr übernehmen. Die Nachbarn überlegten nicht lange.

"Wir sind heut zu euch nach Waldthurn in höchster Not, doch sagen wir zuerst einmal herzlich Grüß Gott. Schon lange Zeit wissen wir's, erst heut haben wir den Mut euch zu sagen, wo uns der Schuh drücken tut" - so begann der Vorsitzende der Feuerwehr Vohenstrauß, Peter Grosser, seine Rede.

Im kommenden Jahr feiert die Feuerwehr Vohenstrauß drei Tage lang ihr 150-jähriges Bestehen. Vom 15. bis 17. Mai steht die Stützpunktfeuerwehr im Mittelpunkt. Dafür braucht sie einen Patenverein. Darum sei man, wie vor 25 Jahren, nach Waldthurn gekommen, um die Waldthurner erneut um die Übernahme der Patenschaft zu bitten. Am "Tag der deutschen Einheit" bewegte sich ein langer Zug Vohenstraußer Feuerwehrmänner und- frauen vom "Kick'n" zum Rathausplatz. Begleitet wurde der "Bittgang" von der Original Waidhauser Blasmusik. Die Waldthurner Wehr erwartete den Zug bereits. Gemeinsam marschierten die beiden Vereine dann über die Schulstraße zum Feuerwehrgerätehaus .

Bitte in Versform

Dort blieb den Vohenstraußer Führungskräften nichts anderes übrig, als dem Befehl der Waldthurner Vorsitzenden Andreas Troidl und Kerstin Hammerl zu gehorchen: "Der alte Brauch sei ungebrochen. Zum Patenbitten wird herangekrochen. So kniet euch hin, seid nicht so eitel, auf dieses harte, hölzerne Scheitel!" In Versform trugen daraufhin Peter Grosser, zweiter Vorsitzender Gerhard Bayerl, sowie die Kommandanten Mario Dobmayer und Albert Burger ihre Bitte vor. Nach einiger Zeit erlöste Troidl die vier Männer: "Den Paten machen, des is für uns a große Ehr' - mia kumma auf euer Fest mit der ganzen Wehr!" Alle stießen auf gutes Gelingen an.

Auch Bürgermeister Josef Beimler dankte den Vohenstraußern, dass sie sich erneut die Feuerwehr Waldthurn als Paten für ihre Jubiläumsfeier wünschen. Grosser bedankte sich in Reimform und lud noch einmal zur großen Feier ein. Seine Ansprache schloss er mit dem Leitspruch aller Feuerwehren: "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr!" Beim gemütlichen Teil platzte die Fahrzeughalle fast aus allen Nähten. Man bekam einen Vorgeschmack, was passieren kann, wenn Waldthurner und Vohenstraußer gemeinsam feiern.

Nach dem sich die Waidhauser Blaskapelle musikalisch verabschiedet hatte, sorgte "DJ Happy Seppi" für Unterhaltungsmusik. Gemeinsam tanzten, schunkelten und sangen die beiden Feuerwehren bis in die späte Nacht hinein. Im Laufe des Abends wurden auch die Patenschaftsurkunden überreicht.
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