Barrierefreier Marktplatz

Die Teilnehmer des Rundgangs besichtigten neben dem Marktplatz auch die umliegenden Straßen. So zum Beispiel den Schlossgraben. Hinter dem Torbogen der ehemaligen Brauerei Bodensteiner (rechts im Bild, flaches Ziegelgebäude) befinden sich noch Teile des alten Kommunbrauhauses der Gemeinde. Bild: fla
Lokales
Waldthurn
21.07.2015
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Nach dem Umfeld der Grundschule und Kita will Waldthurn als weitere Maßnahmen den Marktplatz und die angrenzenden Straßen aufwerten. Die ersten Vorschläge erfuhren die Einwohner bei einem Rundgang.

Bürgermeister Josef Beimler und der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3, Georg Braunreuther vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), begrüßten eine stattliche Zahl an Teilnehmern. Die Planer Anne Wendl und Rudi Meißner hatten aktuelle Entwürfe sowie einen historischen Ortsplan dabei, um auch geschichtliche Punkte bei der Gesprächsrunde einfließen zu lassen.

Erst am Anfang

Die Experten erklärten, dass man erst am Anfang der Planung stehe. Mit dem Straßenbauamt seien bereits Vorgaben besprochen worden. Im Gegensatz zum Bau der Straße durch den Marktplatz in den 1980er Jahren soll die Straßenbreite von 7,50 Metern auf sechs Meter zurückgebaut werden. Laut Beimler seien sogar 5,50 Meter möglich. Zudem ist angedacht, den gesamte Bereich barrierefrei zu gestalten. Der Gehsteig soll 1,50 Meter breit werden. Der Übergang zum Parkstreifen wäre fließend, zur Straße nur leicht, etwa drei bis vier Zentimeter, abgesetzt. Die Straße bleibt asphaltiert, und die Streifen sollen mit gesägten Granitsteinen versehen werden.

Mehr Sicherheit

Ein wesentlicher Gewinn an Parkplätzen sei nicht absehbar. Schräg- und Querparken sei nicht möglich. Lediglich die Bushaltestellen werden auf die Fahrbahn verlagert. Dies würden andere Gemeinden als zusätzlicher Sicherheitsfaktor sehen, da die Autos kurz stehen bleiben müssten. Es soll sich um eine Maßnahme handeln, bei der der Marktplatz nicht verkehrsberuhigt wird, sondern für die Zukunft attraktiver und mit Leben erfüllt werde. Auch Begrünungen an den Häusern sowie an den Seitenstreifen in den Gassen werden diskutiert. "Kosten für das gesamte Vorhaben sind noch nicht abzuschätzen", sagte Meißner.

Die Rundgangsteilnehmer diskutierten die Vorschläge stellenweise kontrovers. Einerseits kam der Vorschlag, das Kriegerdenkmal um ein paar Meter zu versetzen, damit man Bänke vor dem Platz vor der Kirche aufstellen könnte. Dadurch entstehe ein "zentraler Treffpunkt". Andererseits war einigen Marktplatzanliegern das Geschrei von Kindern und Jugendlichen bereits schon jetzt ein Dorn im Auge. Auch der Standort der Dreifaltigkeitssäule (drei bis vier Meter nach hinten) solle überdacht werden, um diesen Verkehrsbereich anzupassen. Es war auch kein Tabuthema, die Innenhöfe der Anlieger wenn nötig als Parkplätze zu gestalten und auch die ehemaligen landwirtschaftlichen Scheunen anders zu nutzen. Abschließend traf sich die Runde im Gasthaus Bergler und debattierte weiter über die Eindrücke und Besonderheiten.
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