Bodenproben werden besser

Lokales
Waldthurn
02.03.2015
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Der Nitratwert ist zwar nicht zufriedenstellend, aber stabil. Das gab Bürgermeister Josef Beimler in der Sitzung des Marktrats bekannt.

Ein Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit den Ergebnissen der Bodenproben im Wasserschutzgebiet. Beimler teilte die Erkenntnisse aus dem Fachstellengespräch vom 19. Februar mit. So wurde der Deckelungswert auf 48 Kilogramm pro Hektar festgelegt (ermittelter Durchschnittswert: 47,62 kg/ha). "Seit Beginn der Aufzeichnung ist dies der zweitbeste Wert", freute sich Beimler und sprach seinen Dank den betroffenen Landwirten aus.

Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, das Rudolf Frischholz dies im Frühjahr weiterhin überprüfen soll. Im Herbst sollen die Proben in der letzten Oktoberwoche entnommen werden. Auch die Demo-Anlage wird, nach Rücksprache mit Georg Bocka, weiter geführt.

Vier Bauanträge

Insgesamt gab es vier Bauanträge zu behandeln. Nach eingängiger Prüfung der Baupläne gab es keine Einwände zu den Vorhaben von Manfred Wickert, Sandbachhöf 1 (Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Gästewohnung und Garage), Thomas Fröhlich, Am Schützenhaus 5 (Nutzungsänderung: Einbau eines Friseursalons in das Erdgeschoss des bestehenden Wohnhauses), und Josef und Melanie Schönberger, Haselranken 14 (Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in der Wirsbergstraße). Ebenso einstimmig wurde der Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung einer gewerblichen Bebauung in der Fahrenbergstraße von Ernst Weig, Frankenrieth 4, genehmigt.

Bürgermeister Beimler informierte die Markträte, dass der Jahresbetriebsnachweis 2014 für den Körperschaftswald nach endgültiger Abrechnung doch ein Plus verzeichnet - es wurden 197 Euro erwirtschaftet. Das Energiekonzept für die Gemeinde werde voraussichtlich im April vorgestellt.

"Es war schade, dass zur Vorstellung des Projektes Alte Mauern neu beleben nur ein erlesener Kreis eingeladen war", fand Beimler. Er werde aber dafür sorgen, dass die Ausstellung der Studenten noch einmal im Rathaus aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die Kläranlage Albersrieth muss überrechnet werden, da das beauftragte Büro unbrauchbare Ergebnisse geliefert hatte. Weiter informiert Beimler, dass das Schallschutzgutachten für das Neubaugebiet "Hirmersbühl" vorliegt. Es kommt zu dem Schluss, dass die beabsichtigte Ausweisung eines allgemeinen Wohngebietes aus schalltechnischer Sicht mit den Nutzungen in der Nachbarschaft verträglich ist. Zur Gestaltung des Umfeldes des Kinderbildungszentrums fand eine weitere Besprechung im Rathaus am 19. Februar statt. Hier ging es um die Prüfung von Einsparmöglichkeiten sowie zur Vorbereitung der Ausschreibung. "In den Ferien wird vorne gearbeitet, während der Schulzeit hinten - um den Schulbetrieb nicht zu sehr zu stören", erklärte Beimler. Als geplantes Bauende gab er 2016 an.

Ehrenamtsbörse ein Thema

Das Rehazentrum möchte im Rahmen der "Kleinen Bürgerhilfe" begleitete Einkaufsfahrten für Senioren und bedürftige Personen anbieten. Außerdem laufen Vorüberlegungen zu einer "Ehrenamtsbörse" für die Gemeinde. Die Einkaufsfahrten sollen keine Konkurrenz für den Marktladen darstellen, erklärte Beimler. Die genaue Ausarbeitung erfolgt über die Mitarbeiter des Rehazentrums.

"Bei der Entsorgung von Klärschlamm gibt es strengere Auflagen", informierte das Gemeindeoberhaupt. Es handle sich um Kadmium und Blei. Waldthurn sei hiervon nicht betroffen. Zwei Drittel der restlichen Gemeinden fallen künftig aus dem Raster. "Für die Entsorgungsfirma wird Waldthurn eventuell unrentabel", führte Beimler aus.

Des Weiteren gab Beimler bekannt, dass eine anonyme Anzeige beim Bauamt des Landratsamtes wegen Veranstaltungen in der Schulturnhalle eingegangen sei. Diese werde nun geprüft. "Vielleicht sind künftig Veranstaltungen mit mehr als 200 Besuchern nicht mehr möglich", vermutete der Bürgermeister. Der Dienstleistungsvertrag für die Pflege des Bocklradweges wurde zu den gleichen Bedingungen wie 2014 bis 28. Februar 2016 verlängert. Die Kosten betragen 200 Euro je beteiligter Gemeinde.

Dr. Michael Troidl informierte über eine Veranstaltung der Jugendfeuerwehr zum Jugendschutz am 9. März. Roman Bauer erkundigte sich nach dem Stand der Umbaumaßnahmen am neuen Rathaus. Beimler erklärte, dass momentan rund 12 000 Euro Ausgaben vorliegen. Außerdem sei gefliest und die Installationsarbeiten abgeschlossen.

Lob für Winterdienst

Hubert Stahl wollte wissen, ob der Beschluss aufgehoben sei, die Zufahrt zu Sandbachhöf nicht zu räumen. "Bei extremer Wetterlage wären andere Straßen wichtiger", meinte Stahl. Bürgermeister Josef Beimler gab zu, dass dem Winterdienst hier ein Fehler unterlaufen sei - aber er habe seine Mitarbeiter schon darauf angesprochen. Roman Bauer sprach den Bauhofmitarbeitern ein großes Lob für den Winterdienst aus: "Ich bin selbst einmal mitgefahren. Was die Arbeiter sich oft von den Anwohnern anhören dürfen - oh Mann!"
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