Botschafter der Heimat

In einer Feierstunde trug sich der Kulturpreisträger 2014 des Landkreises Neustadt/WN, Georg Schmidbauer aus Oberbernrieth (sitzend Mitte), in das Goldene Buch der Marktgemeinde Waldthurn ein. Bild: fvo
Lokales
Waldthurn
02.02.2015
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Er ist nach eigenen Worten ein kleiner Botschafter seiner Heimat und der Kultur. Sollte es jemals in Waldthurn ein eigenes Kulturzentrum geben, wäre Georg Schmidbauer mit seiner Persönlichkeit, seinen Publikationen und seinen Kulturschätzen sicher ein großer Teil davon.

Bei einem Festakt im Rathaus, zu dem Bürgermeister Josef Beimler geladen hatte, wurde der Kulturpreisträger des Landkreises Georg Schmidbauer die Ehre zuteil, sich ins Goldene Buch des Marktes einzutragen. Eingefunden hatten sich mit Josef Forster (2006) und Alfons Gollwitzer (2000) aus Woppenrieth Preisträger vergangener Jahre, die Schmidbauer die Ehre erwiesen. Josef Müllner (Preisträger 2010) war leider verhindert.

"Waldthurn ist ein Kulturzentrum, aus der Marktgemeinde kommen mittlerweile vier Kulturpreisträger", freute sich der Bürgermeister. Nicht fehlen durfte die Familie von Schmidbauer mit Ehefrau Gretl, Sohn Stefan, Schwiegertochter Mariana und Enkelsohn Georg. Zweiter Bürgermeister Roman Bauer und der Marktrat machten ebenfalls ihre Aufwartung.

Eine besondere Überraschung war der Auftritt der drei Sängerinnen der Gruppe Triangel, Andrea Götz, Steffi Daubenmerkl und Doris Völkl, die ihrem musikalischen Begleiter und Freund gratulierten. Zusammen mit Alfons Gollwitzer auf seiner Diatonischen intonierten sie das von Schmidbauer komponierte Fahrenberglied.

Bürgermeister Beimler nannte in seiner Laudatio Schmidbauer einen Botschafter seiner Oberpfälzer Heimat. Der ehemalige Seminarrektor sei ein aktiver Bürger, der mit Engagement, Kreativität und Gemeinsinn das Kulturleben bereichere.

Er ist Heimatforscher, der intensiv die Waldthurner Heimat- und Kirchengeschichte analysiert und in zahlreichen Schriften, Büchern und Vorträgen publiziert. Er ist auch ein hervorragender Organist und Sänger der Waldthurner Chöre und Musikgruppen. Für Interessierte der Kunstgeschichte macht er zahlreiche Kirchenführungen und genießt als einzigartiger Moderator Ansehen.

"Diese Auszeichnung ist für mich eine Verpflichtung. Heimatforschung ist seit jeher ein Herzensanliegen, die so reiche Geschichte unserer Heimat den Menschen ob Alt oder Jung nahe zu bringen", sagte der Geehrte.

Alle Aktivitäten erfordern viel Zeit, der man nicht bei der Familie sein kann - ein großes und ehrliches Danke richtete er daher an seine Ehefrau Gretl. "Ohne ihren Anstoß und ihr Verständnis wäre vieles nicht möglich gewesen ". Nicht zu vergessen sei auch sein Freund und engster Mitarbeiter Helmut Gollwitzer.
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