Christian Kalis über "Regierungserklärung des Papstes"
Anderer Blickwinkel

Der Weidener Landvolk- und Landjugendpfarrer Christian Kalis (links) beschäftigte sich im Waldthurner Pfarrheim mit "Evangelii gaudium - Freude des Evangeliums" von Papst Franziskus. Bild: fvo
Lokales
Waldthurn
04.03.2015
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"Ich weiß nicht, wo der gemeinsame Weg hinführt. Es kann eine gefährliche Zeit werden, weil manche nicht mitkommen. Es braucht in Europa eine andere Lösung als in Lateinamerika." Zu diesem Ergebnis kam Landvolk- und Landjugendpfarrer Christian Kalis, der auf Einladung der Landvolk-Familiengruppe, des Katholischen Frauenbunds und des Pfarrgemeinderats im Pfarrheim.

Der gebürtige Weidener Kalis, der früher beim Arbeitsamt beschäftigt war, referierte über das apostolische Schreiben "Evangelii gaudium - Freude des Evangeliums" von Papst Franziskus. Er fasste die "Regierungserklärung des Papstes" zusammen und spielte dabei Karikaturen und Kurzfilme zur Untermauerung ein. Auf die Frage eines Teilnehmers hinsichtlich Veränderungen, die Franziskus bewirken kann, meinte Kalis, dass der Pontifex die Lehren der Kirche nicht über den Haufen werfen könne. Er wage es aber, "Dinge aus einem andern Blickwinkel anzusehen und redet darüber". So könnten sich auch Tradition und Katholizismus weiterentwickeln.

Bei der Verkündigung der Botschaft sollten neue Wege gegangen werden und kreative Methoden dazu dienen, die ursprüngliche Frische neu zu erschließen. Franziskus spreche auch von denen, die einem überholten Stil von Katholizismus anhingen. Die Laien spielten nicht die Rolle , die sie einnehmen sollten. Auch die Familie durchlaufe eine tiefe kulturelle Krise. Johan Beer, Vorsitzender des Sachausschusses Erwachsenenbildung, dankte Kalis für den Vortrag.
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