CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft im Gespräch mit Staatssekretär Albert Füracker
Gerechter Ausgleich für Stromtrassen

Lokales
Waldthurn
06.11.2015
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(bgm) Tierwohldebatte, Stromtrassen und Wettbewerbsbedingungen in der Landwirtschaft waren die Themen, über die die Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) der CSU mit Staatssekretär Albert Füracker diskutierte. Für den Gesprächstermin in Woppenrieth hatte sich der CSU-Bezirksvorsitzende viel Zeit genommen.

Auch und gerade nach seinem Wechsel vom Vorsitzenden des Agrarausschusses im Landtag ins Ministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat sei er ein Kämpfer für den ländlichen Raum, für gleichwertige, nicht aber gleichartige Lebensverhältnisse in Stadt und Land.

Experten verloren

AGL-Vorstandsmitglied Hans Scharbauer betrachtete die Berufung Fürackers ins Finanzministerium mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Die Agrarpolitik in Bayern habe in ihm zwar einen ausgewiesenen Experten verloren, aber auch und gerade in seinem jetzigen Ressort werde erfolgreiche Arbeit für den ländlichen Raum und damit für die Landwirtschaft geleistet. Beispielhaft nannte Scharbauer die laufende Breitbanderschließung. "Auch in dem Bereich, in dem ich jetzt Politik machen darf, habe ich meine landwirtschaftlichen Wurzeln nicht vergessen", betonte Füracker. "Die Tierwohldebatte wird teils auch von der Politik unsachlich geführt", kritisierte Erika Sauer, die auch von "teilweise unreflektierten Pauschalangriffen auf den Berufsstand" sprach. Die unbefriedigende Preissituation in wichtigen Produktionsbereichen mache vielen Bauern zu schaffen. Beim Bau von Stromtrassen betrachte die AGL einen gerechten Ausgleich für die Grundstückseigentümer als unverhandelbare Mindestforderung.

Bauern kein Einzelfall

Füracker kam auch auf die Grenzen politischer Gestaltungs- und Einflussnahmemöglichkeiten zu sprechen. Die Landwirtschaft stehe mit ihrer Forderung nach mehr Sachlichkeit nicht allein. Andere Bereiche in Industrie und Wirtschaft würden ihm bei Gesprächsterminen genau die selbe Entwicklung aufzeigen.

Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft baten den Gast, sich dafür einzusetzen, dass die Wettbewerbsbedingungen in der Landwirtschaft nicht durch einseitige nationale und vor allem ideologisch motivierte Auflagen verschlechtert würden. Sachlichkeit müsse die Entscheidungsgrundlage bleiben.
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