"Demokratie engagiert leben"

Die CSU setzt in Waldthurn auf Kontinuität. Das zeigte sich bei der Neuwahl. Bild: fvo
Lokales
Waldthurn
17.03.2015
0
0

Den vor zwei Jahren vollzogenen Wechsel an der Spitze hat die CSU bestens verkraftet. "Den Marathonwahlkampf in den beiden Jahren mit Landtags-, Bundestags-, Kommunal- und Europawahl haben wir gut bewältigt", sagte Vorsitzender Georg Stahl in der Generalversammlung im Gasthaus Bergler.

Bei der Neuwahl bestätigten die Mitglieder fast alle Amtsinhaber. Stahl sprach von einer Reihe von Veranstaltungen und Aktionen im vergangenen Jahr. Bei den Kommunalwahlen habe die CSU im Gemeinderat erneut die Gestaltungsmehrheit erhalten. Die Wiederwahl von Josef Beimler als Bürgermeister mit über 94 Prozent Zustimmung sei "ein Traum".

"Harmonische Teamarbeit"

Die souveräne Wiederwahl von Albert Rupprecht in den Bundestag und die Bestätigung des Landtagsmandats für Petra Dettenhöfer hätten den Erfolg komplettiert. Schatzmeister Franz Beer legte trotz der kostenintensiven Wahlkämpfe eine positive Kassenbilanz vor.

"Demokratie muss man engagiert leben - nicht nur vom Fernsehsessel aus fordern", erklärte MdB Rupprecht und spielte dabei auf "die harmonische Teamarbeit" in der Waldthurner CSU an. Den demografischen Wandel und die Gesundheitsversorgung bezeichnete er als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Waldthurn habe deutliche Zeichen gesetzt.

Viele internationale Krisen

Die politische Großwetterlage sei geprägt von vielen internationalen Krisen, in denen Deutschland als stabilisierender Faktor eine wichtige Rolle spiele. Seine Entscheidung, dem neuen Griechenland-Paket im Bundestag die Zustimmung zu verweigern, habe er nach bestem Wissen und Gewissen getroffen. "Momentan läuft es auf eine Transfergesellschaft hinaus, das hat die Europäische Union ursprünglich so nicht gewollt", kritisierte der Abgeordnete.

Bürgermeister Beimler griff die Probleme der demografischen Entwicklung auf. Die Marktgemeinde habe mit dem bedarfsgerechten Rückbau der Bildungseinrichtungen und der Förderung des neuen Gesundheitszentrums am Marktplatz die richtigen Weichen gestellt.

Die barrierefreie Gestaltung und Revitalisierung des Marktplatzensembles seien zwar wichtig, trotzdem könne man im Interesse von bauwilligen jungen Familien nicht auf die Ausweisung von neuen bebaubaren Flächen verzichten.

Erfreut zeigte sich das Gemeindeoberhaupt über den baldigen Umzug der Verwaltung in ein barrierefreies Rathaus in der ehemaligen Kindertagesstätte beim Lobkowitz-Schloss, wobei das Schicksal des alten Rathauses aufgrund der Bedenken der Denkmalschützer noch nicht feststehe. Nach Inbetriebnahme des Gesundheitszentrums seien zusätzliche zentrumsnahe Parkmöglichkeiten unumgänglich. Fraktionssprecher Hubert Stahl ergänzte die kommunalpolitischen Ausführungen des Bürgermeisters mit Zahlen aus dem aktuellen Haushalt.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.