Energiekonzept wird konkreter

Professor Josef Pauli (stehend) stellte dem Gemeinderat seinen Zwölf-Punkte-Plan für das Waldthurner Energiekonzept vor. Bild: fla
Lokales
Waldthurn
30.04.2015
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Professor Josef Pauli vom Technologiecampus Freyung, Leiter der Arbeitsgruppe "Angewandte Energieforschung" der Hochschule Deggendorf, stellte dem Gemeinderat seinen Zwölf-Punkte-Plan für das Energiekonzept vor. "Er soll eine Hilfestellung für den Markt sein."

Wichtigste Aufgabe sei es, einen Energiebeauftragten zu finden und einen Energiestammtisch zu gründen. Weitere Punkte betrafen Bewusstseinsbildungen in verschiedenen Bereichen und Alternativen zum Heizölverbrauch oder zur Speicherheizung. Auch Bildungsveranstaltungen für Lehrer und Verwaltungsangestellte sind im Plan aufgeführt.

Bürgermeister Josef Beimler schlug Architekt Rudi Meißner als Energiebeauftragten vor, den die Räte einstimmig wählten. "Beim Stammtisch muss der Verwaltungsleiter und jeweils ein Vertreter der Fraktionen dabei sein", forderte er. Ebenso würde er Vertreter der Vereine mit ins Boot holen. Das Gremium billigte das Konzept ebenfalls ohne Gegenstimme.

Mögliche Unterstützung

"Das Waldthurner Energiekonzept ist nicht nur für die Schublade entwickelt worden", fand Elisabeth Sternemann. Die Energiemanagerin des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE), informierte den Marktrat daher über eine mögliche finanzielle Unterstützung ihrer Behörde.

Bei der Änderung des Flächennutzungsplans sowie Aufstellung eines Bebauungsplans für das Neubaugebiet "Hirmersbühl" und dem weiteren Vorgehen berichte Beimler über das Gespräch mit den Vertretern der Fachstellen des Landratsamts. Vorrangig ist nun, in das Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan einzusteigen, damit man genügend Grundlagen über Auflagen gewinnen und diese ins Aufstellungsverfahren einfließen lassen kann. Der Planer muss mit der Unteren Naturschutzbehörde abklären, ob eine artenschutzrechtliche Prüfung erforderlich ist.

"Für mich etwas unverständlich, aber das bestehende Schallschutzgutachten wird noch einmal geprüft", teilte Beimler mit. Bei der Panoramawiese könnte noch eine weitere Parzellenreihe untergebracht werden. Die Landkreisbehörde regte an, weitere Durchfahrtsmöglichkeiten zwischen den Straßen vorzusehen. Unter diesen Vorgaben stimmte der Marktrat einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Bei der Änderung der Einzugsbereiche der Trautwein-Mittelschule Moosbach und der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule in Vohenstrauß sind keine Nachteile für die Schüler im Gemeindebereich zu erwarten. Deshalb gab das Gremium keine Stellungnahme ab.

Für Maßnahmen im Bereich der Ortschaft Spielberg im Förderprogramm ELER lag eine Gestaltungsskizze für den Dorfplatz vor. Die Kosten für die Umgestaltung wurden grob auf 125 000 Euro geschätzt. Der Antrag wird mit einem einstimmigen Beschluss gestellt.

Mit einer Gegenstimme ging die Sanierung des Schulgartens in Lennesrieth über die Bühne. "Der Zaun fällt ein, die Spielgeräte dürfen nicht mehr benutzt werden. Alles in allem befindet sich die Anlage in einem äußerst maroden Zustand", informiert der Rathauschef. Der Beschluss sieht vor, einen entsprechenden Auftrag an die Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 weiterzugeben, um eventuell Fördermittel im Rahmen der Dorferneuerung in Anspruch nehmen zu können. Hier wären hauptsächlich die Materialkosten betroffen, merkte der Bürgermeister an. "Ich möchte mit Hilfe der Teilnehmergesellschaft den Garten so herrichten, dass er wieder bespielbar ist", meinte Beimler.

Entscheidung vertagt

Zu den notwendigen baulichen Veränderungen (Gewährleistung eines zweiten Rettungswegs) zur weiteren Nutzung der Schulturnhalle für Veranstaltungen, hatte Architekt Meißner zwei Varianten vorbereitet. Die erste plant eine Fluchttreppe außen, die zweite bietet den Fluchtweg durch den Geräte- beziehungsweise Umkleideraum. Das Gremium befürwortet die zweite Ausführung, da diese ebenerdig aus dem Gebäude führt. Die Entscheidung vertagte das Gremium in die nächste Sitzung, da Beimler erst noch mit der Schulleitung sprechen möchte.
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