Es wird nicht leise in Waldthurn

Lokales
Waldthurn
17.01.2015
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Der Gesang- und Orchesterverein 1899 blickt mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge zurück: Zwei Chöre haben sich aufgelöst - neue Sänger schlossen sich zu Gemeinschaften zusammen.

Der stellvertretende Vorsitzende Max Müllner leitete anstelle des erkrankten Gesangchefs Bernhard Unger die Jahreshauptversammlung des 87 Mitglieder starken Vereins im Gasthaus Kühnhauser. Er verlas den Geschäftsbericht und ließ 2014 nochmal vorbeiziehen.

Dabei erwähnte er, dass unter anderem die Generalversammlung der Sängergruppe Floß in Leuchtenberg und die Bundesversammlung des Fränkischen Sängerbunds in der Meistersingerhalle in Nürnberg besucht wurden. Wegen des fehlenden Nachwuchses hat der Männergesangverein seine Aktivitäten eingestellt. "Es ist leider vorbei - ich danke allen Sängern sowie dem Organisten Georg Schmidbauer und dem verstorbenen Josef Fürnrohr", ergänzte der bisherige Chorleiter Josef Müllner. Auch der Frauenchor "vera musica" habe sich aufgelöst.

"Ton-Art" macht Mut

Mehrere Glücksfälle hätten sich aber ergeben. Stephan Striegl, Dr. Marietta Kellner und Sarah Kellner erklärten sich bereit, dem neuen gemischten Chor "Ton-Art" Leben einzuhauchen. Am 28. März begann die Gemeinschaft mit 25 Sängern. Seither entwickelt sich der Chor sehr positiv.

Der Kinderchor sowie der Jugend- und Landjugendchor unter der Gesamtleitung von Manuela Grünauer werden sich ebenfalls unter das Dach des Gesang- und Orchestervereins stellen. Ob bei Adventssingen oder beim Musical an Weihnachten - die Chöre haben enorm eingeschlagen.

"Ton-Art"-Leiter Striegl schlug in die gleiche Kerbe und meinte, der neue gemischte Chor habe sich stabil und prächtig entwickelt. Bei den drei Auftritten konnte man sehen, dass hier was voran gehe. Auch Grünauer berichtete von einen guten Stand im Kinder-, aber auch im Jugendbereich. Taufen, Veranstaltungen und selbstverständlich das Waldthurner Weihnachtsmusical waren Höhepunkte.

Neuer Name vorgesehen

Jugend- und Landjugendchor habe man zusammengelegt, da die Sängerinnen fast die gleichen seien. Man werde sich für die Zukunft für einen neuen Namen entscheiden. Silvia Stahl berichtete von einem enormen Kassenstand. Ein nicht genannter Gönner spendete 500 Euro an den Verein. Max Kick und Matthias Weiß bestätigten die präzise Kassenführung.

Der neue Ehrenchorleiter Josef Müllner forderte, einen Teilbetrag der über viele Jahrzehnte erwirtschafteten Gelder zur Renovierung der Fahrenbergkirche zu spenden. Der Ausschuss sicherte eine Beratung zu. Die Satzung wurde vorbehaltlich der Genehmigung der Finanzbehörde darin geändert, dass in Zukunft alle Mitglieder ab 16 Jahren stimmberechtigt sind und der Vorstand mit zwei Sprechern des Jugendchors ergänzt wird. Die Neuwahlen des Vorstands wurden für Sonntag, 8. März, um 16 Uhr im Gasthaus Kühnhauser terminiert.

Kontrovers diskutierten die Mitglieder die neue Beitragsgestaltung. Striegl gab zu bedenken, dass mit Grünauer eine ausgebildete Musiklehrerin die Kinder und Jugendlichen ausbilde und ein Jahresbeitrag von 15 Euro angemessen sei. Für jeden aktiven Sänger müsse man grundsätzlich 9,50 Euro an den Fränkischen Sängerbund und 50 Cent an die Sängergruppe Floß entrichten. Schließlich legte man sich auf einen Beitrag von 10 Euro für aktive und passive Mitglieder fest. Unter 18 Jahren ist der Beitrag frei.
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