Imkerverein und Bund Naturschutz in Waldthurn geben praktische Tipps
Ohne Bienen kein Leben

Bienen helfen dabei, dass auf Bäumen Obst wächst. Bild: dpa
Lokales
Waldthurn
15.04.2015
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Der Frühling beginnt, die Bienen schwärmen aus - hoffentlich. Denn die heimischen Bienen, Wildbienen, Hummeln und sonstige Bestäuber leben in großer Not. Auf diese Tatsache weisen der Imkerverein mit dem Spielberger Karl Weiß und der Bund Naturschutz Waldthurn (BN) mit Vorsitzendem Konrad Seibert aus Ottenrieth hin.

Die beiden Funktionäre zitieren dabei Albert Einstein: "Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr." Als Normalverbraucher nehme man das gar nicht so bewusst wahr. Imker klagen aber immer wieder darüber, dass ihnen teilweise Völker verhungern. "Unsere Insekten haben zu wenig Nahrung."

Möglichkeiten zur Abhilfe kann fast jeder schaffen - vom Kleingärtner bis zum Landwirt, erklären die Vorsitzenden. So sei es beispielsweise hilfreich, im Garten Ziersträucher und Blumen hinsichtlich Nektar und Pollen auszuwählen. Entsprechend könne man bei Balkonpflanzen vorgehen. Insekten lieben viele Wildkräuter - Brennnessel und Co. stehen bei ihnen hoch im Kurs. Viele Pflanzen, die für Insekten nützlich sind, entwickeln sich gut in der Umgebung von Steinhaufen und Totholz. Wer sich dazu entschließen kann, seinen Garten nicht in steriler Ordnung zu halten, tut den Bestäubern etwas Gutes. "Selbst die Friedhofsbepflanzung bietet Nahrung für unsere fleißigen Freunde."

Ein Problem in unserer Zeit sei es, dass in den Blütezeiten im Frühjahr die meisten Obstbäume zur gleichen Zeit blühen und dann wieder Zeiten nachfolgen, in denen die Bienen gar nichts mehr finden. Abhilfe könnten in diesen Zeiten auch die Landwirte schaffen, wenn sie die Randstreifen ihrer Felder mit Blühmischungen ausstatten.

An verschiedenen Maisfeldern sei das in den letzten Jahren dankenswerterweise schon zu beobachten gewesen. Hervorragend sei es, wenn sich Hecken und Pflanzen an Bachläufen in angemessenem Rahmen entwickeln dürfen.
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