In den Fängen der Bürokratie

Lokales
Waldthurn
18.11.2014
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Zahlreiche Konzepte und Projekte nehmen Bürgermeister Josef Beimler ganz schön in die Pflicht. Dabei werden ihm oft Knüppel zwischen die Beine geworfen - und das von einer Seite, von der man dies nicht erwartet.

Im zweiten Teil der Bürgerversammlung ging es weniger um Zahlen. "Staatlicherseits werden viele Vorhaben und Konzepte gefördert, aber bei der Ausführung schlägt die Bürokratie voll zu, und so manche Behörde entpuppt sich als Verhinderungsbehörde", sagte Beimler. Es seien wichtige Planungen für die Zukunft Waldthurns am Laufen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken - häufig werde man aber durch den Bürokratismus ausgebremst.

Die Mitnutzung der Räume im Lobkowitzschloss als Trauungszimmer und Sitzungssaal sowie der Umbau der ehemaligen Kita als Rathaus ist mit der Kirchenverwaltung bereits geregelt. So war es dem Gemeindechef ein Anliegen, die Putzschäden am historischen Schloss provisorisch auszubessern und "mal drüberzu weißen, damit es für eine Hochzeitsgesellschaft etwas ästhetischer wirkt". Dies sei aber vom Landesamt für Denkmalschutz unterbunden worden. Ebenfalls hängen der Umbau des leerstehenden Schwesternheims zum Heimatmuseum im Erdgeschoss und die Nutzung für Musikgruppen und Gesangsvereine in der Schwebe, da noch ein Gesamtkonzept zur Gestaltung der Außenanlagen gefordert wird.

Marktplatz attraktiver

Der Marktplatz hat durch die Errichtung des Gesundheitszentrums durch das Ehepaar Hammerl eine Aufwertung erfahren. Die vom Landratsamt geforderten Parkplätze sowie der dafür geplante Abbruch des Rathauses und des Bergmannhauses sind nun mit den Fachstellen, Amt für Ländliche Entwicklung, dem Landratsamt sowie dem Denkmalamt erneut zu bearbeiten, da der Betrieb in der Gesundheitseinrichtung bereits angelaufen ist. Die Projekte "Marktplatz der Generationen", "Energiekonzept" und weitere Konzepte und Projekte, die staatlicherseits gefordert und gefördert werden, sollen nun endlich mit Leben erfüllt werden. Die Kunst bestehe momentan darin, die Fachbehörden in Kontakt zu bringen, um in der Marktgemeinde weiter zu kommen, informierte Beimler. Abschließend warb der Bürgermeister um die Unterstützung für das Heimatfest 2017. Es haben sich bereits einige Personen bereit erklärt, im Festausschuss mitzuarbeiten. Es werden aber noch gezielt Leute angesprochen. Ferner seien ein Festleiter zu bestimmen und Ausschüsse und Unterausschüsse zu bilden. Christian Wittmann stellte dazu fest: "Wir, die junge Generation, stehen bereit und unterstützen, wo es nur geht."

Bauamt ohne Reaktion

Im Diskussionsteil kam erneut der Fußweg zur Lennesriether Bushaltestelle zur Sprache. Beimler erklärte dazu: "Es gibt vom Bauamt seit dem Frühjahr kein Lebenszeichen." Es wird noch einmal nachgefragt werden. Den Pendlern, die diese Strecke täglich fahren, ist die Situation zwar bewusst, aber es war bisher nur reine Glückssache, dass noch nichts passiert ist.

Wasser stoppen

Anwohner der Fahrenbergstraße haben Bedenken gegenüber der Regenwasserableitung vom neuen Baugebiet "Hirmersbühl". Heuer haben bereits mehrere starke Regengüsse für Überschwemmungen in diesem Bereich geführt. Beimler bestätigte die Tatsache, dass heuer die Auffangbecken dreimal ausgebaggert werden mussten, was in den Jahren zuvor nicht nötig war. Es wird aber ein Abwasser-Trennsystem und ein weiteres Regenbecken eingeplant.
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