Innovativ und hilfreich

Daniela und Stefan Hammerl (links) bekamen aus der Hand von Alexander Riedl und Architekt Alexander Robl (rechts) symbolisch den Schlüssel für das Gesundheitszentrum. Bild: fvo
Lokales
Waldthurn
10.05.2015
101
0

Viele lobende Worte, aber auch kritische Töne Richtung Behörden gab es bei der Einweihung des neuen Gesundheitszentrums zu hören. Betreiber Stefan Hammerl erinnerte daran, wie alles in der Küche des Bürgermeisters in Woppenrieth begonnen hatte.

"Die Jüngeren werden im ländlichen Raum leider deutlicher weniger - die Älteren mehr und Gott sei Dank älter", sagte Bürgermeister Josef Beimler. Jeder wolle so lang wie möglich in seiner gewohnten Umgebung bleiben. Das bringe veränderte Wünsche und Ansprüche an Wohnungsanbieter und Dienstleister mit sich. "Es ist wichtig, dass wir mit dem Pflegedienst "gratus manus" und dem neuen Gesundheitszentrum gut vorbereitet sind."

Hammerl ließ kurz die Entstehungsgeschichte des neuen Hauses Revue passieren. Das Wie sei ihm und seiner Frau schnell klar gewesen. Durch einen Zeitungsbericht sei das Paar auf den Standort Waldthurn aufmerksam geworden. Leider sei der erste Investor wegen Differenzen mit dem Denkmalschutz abgesprungen. "In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), dem Markt Waldthurn, dem Denkmalschutz und der Volksbank Nordoberpfalz konnten wir das Projekt schließlich stemmen."

Beeindruckte Ministerin

"Hoffentlich schaffen Sie das, habe ich beim Richtfest vor einem Jahr gedacht", gestand Sozialministerin Emilia Müller beim Richtfest vor einem Jahr. Durch die Unterstützung ihres Ministeriums im Zuge des Projekts "Marktplatz der Gen erationen" habe man den Ortskern mit Leben gefüllt. "Das couragierte Unternehmerehepaar machte dieses Gesundheitszentrum zum Vorzeigeprojekt." Es sei eine Zukunftsinvestition für die Gemeinde und ein wichtiger Baustein zur Bewältigung des demografischen Wandels. Den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Marek Baron und sein evangelischer Amtsbruder Pfarrer Peter Peischl aus Vohenstrauß. "Respekt was ihr hier mit Gottes Segen hingestellt habt."

"Hier wird herrlicher Wohnraum gepaart mit Pflege angeboten. Der Landkreis wird dadurch ein kleines Stück attraktiver", ergänzte stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger. Georg Braunreuther vom Amt für Ländliche Entwicklung stellte die gute Zusammenarbeit des Sozialministeriums und seiner Behörde heraus.

Dr. Nikolaus Globisch schlug kritische Töne an. "Wir hatten viele bürokratische Hürden, die uns im Weg standen." Eine löbliche Ausnahme unter all den Behörden sei das ALE.

Generalunternehmer Alexander Riedl übergab zusammen mit dem Architekten Alexander Robl aus Weiden den symbolischen Holzschlüssel an die Betreiber. Die erfrischenden Stimmen des Waldthurner Jugendchors unter der Leitung von Josef Pflaum und mit Manuela Grünauer am E-Piano begeisterten die geladenen Gäste.

Name für Café steht

Markus Schön und Stephan Griesbach kreierten für das Generationencafé den Namen "Lottnerstubn - M 10". Der Waldthurner Manfred Müller setzte den Namen in ein griffiges Logo um. Das Candlelight-Dinner beim Namenswettbewerb gewannen bei der Verlosung Monika Gollwitzer aus Woppenrieth und der Waldthurner Martin Mäckl.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.