Klöppeln die große Leidenschaft

Bei sehr guter Gesundheit und bestens gelaunt feierte Barbara Kres 85. Geburtstag. Ehemann Theo (vorne, rechts), Bürgermeister Josef Beimler und Pfarrer Marek Baron (hinten, von links) gratulierten. Bild: fla
Lokales
Waldthurn
12.06.2015
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Vor wenigen Wochen erst feierte sie den Geburtstag von Ehemann Theo. Jetzt war Barbara Kres, geborene Schottenhammel, an der Reihe.

Vor 85 Jahren erblickte die äußerst rüstige Jubilarin in Ples (Tschechien) das Licht der Welt. Mit elf Schwestern und fünf Brüdern wuchs sie auf. Vieles weiß sie noch über ihre Kindheit zu berichten. Mit sechs Jahren lernte sie bereits das Klöppeln. "Bei uns machte das jeder - die Eltern und auch meine Geschwister", erzählt die sympathische Jubilarin. "Vormittags besuchten wir die Schule, nachmittags ging es in die Klöppelschule." Voller Stolz blickt Kres auf ihre Kunstwerke. Auch heute noch zählt sie das Klöppeln zu ihren großen Leidenschaften.

1945, zwei Wochen vor Weihnachten, änderte sich aber alles. Über Nacht musste die Familie ihre Heimat verlassen. Nur mit dem, was sie auf dem Leib trugen, kamen sie zuerst nach Neustadt. Dort lebte bereits seit einiger Zeit eine ältere Schwester. Danach verschlug es die Familie nach Grafenreuth, wo der Vater mit an den dortigen Baracken gebaut hatte. In Weihern kauften die Eltern schließlich ein Haus und ließen sich dort mit den Kindern nieder.

13 Enkel und 9 Urenkel

Ihren Ehemann lernte Barbara Kres beim "Bojer" (Gasthaus Weig) beim Tanzen kennen. Im Juli 1952 läuteten die Hochzeitsglocken. Sieben Kinder vergrößerten die Familie. An der Siedlerstraße baute sich das Paar 1965 ein Haus. Heute füllen es 13 Enkel und 9 Urenkel bei Besuchen mit Leben. "In diesem Jahr kommen noch zwei Urenkel dazu", verrät die Jubilarin stolz. Als 17-Jährige startete sie ins Berufsleben. Acht Jahre arbeitete Kres bei Seltmann in Vohenstrauß. Später war sie rund 14 Jahre bei der Firma Kreiser in Waldthurn beschäftigt. Sie ist sehr zufrieden mit ihrem Leben und ihrer Familie, erzählt Kres. "Ich bin gesund, mir fehlt nichts." Neben vielen Nachbarn und Freunden fand sich auch Bürgermeister Josef Beimler mit Praktikantin Antonia Ebnet zum Gratulieren ein. Die Segenswünsche der Kirche überbrachte Pfarrer Marek Baron.
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