Löschfahrzeug bald ohne Fahrer

Lokales
Waldthurn
27.03.2015
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Die Kostenübernahme bei Führerscheinverlängerungen war auch Thema in der Generalversammlung der Feuerwehr Waldthurn. Mitglieder befürchten, dass bald Fahrer für das Löschfahrzeug fehlen.

Kommandant Michael Bäumler setzte sich mit einer angeblichen Aussage von Bürgermeister Josef Beimler in der Gemeinderatssitzung auseinander. Beim Punkt "Übernahme der Kosten bei Verlängerung des Führerscheins Klasse CE" habe der Rathauschef gesagt, dass "die Feuerwehr hier mehr Eigeninitiative zeigen soll". Bäumler zählte die ehrenamtlichen Tätigkeiten, die oft durch Inanspruchnahme von Urlauben möglich gemacht werden, auf. "Dieser Satz ist so nicht gefallen", sagte Beimler. Er lobte die Einsatzbereitschaft der Wehr.

Bei der teilweise sehr emotionalen Diskussion wurde das Thema Kostenübernahme bei Führerscheinverlängerung ausschließlich zum Zwecke des Feuerwehrdiensts ausgeweitet. In den Jahren seit dem das Löschfahrzeug (größer als 7,5 Tonnen) angeschafft wurde, habe es mehrere Gesetzesänderungen gegeben. Die Lage mit den "größeren Führerscheinen" sei sehr kompliziert und teuer. In anderen Gemeinden würden bei Stellenausschreibungen vermehrt Leute eingestellt, die aktiven Feuerwehrdienst leisten. "Es ist jetzt zu handeln und zu planen, nicht erst, wenn es soweit ist und keine Fahrer mehr zur Verfügung stehen", lautete die einhellige Meinung.

Vorsitzender Andreas Troidl informierte über die vielen Aktivitäten. Der Verein hat 234 Mitglieder. Darunter sind 37 Frauen und 197 Männer, davon 5 Ehrenmitglieder. Beim Ausblick auf 2015 verwies er auf die Rama-dama-Aktion im April, den Florianstag am 2. Mai und das Frühlingsfest vom 8. bis 9. Mai. Max Müllner berichtete über einen guten Kassenstand. Thomas Schell bestätigte einwandfreie Buchführung.

Bäumler blickte auf die Tätigkeiten der aktiven Wehr. Demnach hatte die Feuerwehr 43 Einsätze zu bewältigen, was eine Steigerung von knapp 10 Prozent bedeutet. Zu den Einsätzen gehörten der Großbrand in Oberrehberg, ein Wohnhausbrand in Schwanhof und ein Kleinbrand in einem Waldstück bei Schammesrieth, 34 Technische Hilfeleistungen, davon 2 Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen.

Acht Mal unterstützten die Feuerwehrleute das BRK bei Krankentransporten. Bei den Einsätzen legten die Helfer rund 220 Kilometer zurück. Die Dienstleistenden absolvierten 450 Einsatzstunden. Im September und Oktober wurden bei den Hydranten im Ortsgebiet viele Mängel festgestellt. Zugführer Dieter Malzer erinnerte daran, dass Waldthurn vor 150 Jahren, also 1865, fast völlig abgebrannt sei, und die Feuerwehr dieses Thema auch würdig aufarbeiten sollte.
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