"Marktplatz der Generationen": "Dorfwerkstatt" könnte sogar Modellprojekt werden
Gesundheitszentrum bald fertig

Lokales
Waldthurn
09.10.2014
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Beim einem Treffen der Kerngruppe "Marktplatz der Generationen" befasste sich das Team mit dem Projekt "Dorfwerkstatt, Bürgerhilfe".

Zu Beginn verkündete Bürgermeister Josef Beimler, dass das Gesundheitszentrum Formen annimmt und eventuell in einem Monat bezugsfertig sei. Außerdem berichtete er über eine Möglichkeit, die "Kleine Markt- und Bürgerhilfe", die nach Verlängerung im Juni 2015 endet, weiter zu betreiben. "Es hat sich eine Firma gefunden, die die komplette Organisation und Abrechnung übernehmen würde", so sagte Beimler - natürlich gegen Bezahlung. Zum geplanten Café im Gesundheitszentrum berichtete er, dass kein Betreiber im herkömmlichen Sinn vorgesehen sei.

Karl-Heinz Dommer (Landimpuls) erkundigte sich über das Vorgehen beim Projekt "Nahversorgung". Beimler dazu: "Der Beschluss des Marktrates liegt vor - es hängt jetzt alles an Georg Braunreuther (ALE), damit wir starten können." Dommer kündigte eine Tagung "Marktplatz der Generationen" in Ingolstadt an, bei der sich unter anderem auch die Gemeinde Waldthurn vorstellen wird. Anhand von zwei Projekten werden die positiven, aber auch kritischen und negativen Punkte der Arbeit aufgezeigt werden.

Das große Geld fehlt

Auf Beimlers Frage nach Fördermöglichkeiten für das Programm unter dem Motto "2020 sollen Kommunen barrierefrei sein" erklärte Dommer: "Es läuft, wie so oft, über Modellgemeinden." Das große Geld für flächendeckende Umsetzung fehle. Unterstützt würden meist nur Konzeptentwicklungen. Der Rathauschef findet allerdings, dass es an der Vernetzung der Ministerien fehlt:" Jeder schaut doch nur auf sein Ressort."

Die Ideen zum "Dorfwerkstatt" erörterte Uwe Peter (Reha-Zentrum, Waldthurn). "Ich habe mit Matthias Warken (Leitung, Reha) viel diskutiert", sagte Peter. Dabei seien viele Denkansätze ans Licht gekommen. Er sprach auch ein Kompliment an Bürger und Gemeinde aus: "In Waldthurn funktioniert "Inklusion" - soweit dies mit Suchtkranken eben möglich ist." Es sei insgesamt ein gutes Konzept erarbeitet worden.

In seine Planung für die "Dorfwerkstatt" fließe auch die Rentabilität der Auslagerung einzelner Projekte ein. Es müsse alles sinnvoll durchdacht werden: "Im Hochgeschwindigkeitstempo wird's schwierig." Möglich seien viele kleine Schritte. "Allerdings könnte die Dorfwerkstatt durchaus ein Modellprojekt werden", schaltete sich Dommer ein. Anfang November trifft sich die Kerngruppe im Reha-Zentrum, um sich vor Ort ein besseres Bild zu machen.
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