Mit Modellcharakter

Das Gesundheitszentrum geht Ende Februar an den Start. Betreiber Stefan Hammerl (links) erklärte den VdK-Mitgliedern bei einer Führung sein Haus und das Konzept. Bild: (fvo)
Lokales
Waldthurn
30.01.2015
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Das neue Gesundheitszentrum erntet nur Lob. Bei einer Besichtigung waren VdK-Mitglieder beeindruckt. Ende Februar geht die Einrichtung an den Start.

"Beim Becken-Zacherl und Lottner am Marktplatz brennt wieder Licht", erklärten Bürgermeister Josef Beimler und der Betreiber des Gesundheitszentrums, Stefan Hammerl aus Eslarn. Die knapp 30 Mitglieder des VdK-Ortsverbands mit Vorsitzendem Heinz Greim waren bei der Besichtigung des Hauses sowie vom Konzept beeindruckt. Trotz einiger behördlicher Probleme bei der Genehmigung erstrahlen die beiden alten Gebäude in neuem Glanz, schwärmte der Rathauschef. Hammerl erläuterte Entstehung und Konzept. "Hier in Waldthurn passte alles: das Grundstück am Markplatz, die Gemeindeverwaltung, die Dorferneuerung und die Eigentümerverhandlungen. Lediglich mit dem Denkmalschutz habe man Probleme gehabt und sei dadurch etwas ins Stocken geraten." Bei einem totalen Neubau - das Lottnerhaus stand unter denkmalschutzrechtlichen Einschränkungen - hätte man noch 3 Wohnungen (6 Plätze) mehr schaffen können.

In den Wohnungen sei Platz für 14 Personen, auch bei Intensivpflege. Gegenwärtig sei man fast ausgebucht. Das Gesundheitszentrum sei eine Einrichtung, "die im Ort lebt". Das Projekt mit Physio-, Logo- und Ergotherapie, Fachärzten, Gesundheitsladen und Café werde Ende Februar endgültig an den Start gehen.

Bezahlen, was man braucht

Das Generationencafé mit Innenhof sei für Heimbewohner, Besucher, aber auch für die übrige Öffentlichkeit bestimmt. Veranstaltungen und Vorträge seien hier geplant. "Wir haben eine komplett andere Konzeption als ein Heim. Außer der Miete muss man hier nur das bezahlen, was man braucht. Bei uns kann alles, wie beispielsweise Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Duschen und anderes extra gebucht werden." Man könne sich einmieten. Sollte es Bedarf an Service-Leistungen geben, könne man diese jederzeit abrufen. Das Wundmanagement direkt am Ort beinhalte auch die Ursachenbekämpfung.

Auf die Frage, warum es im Schwerstpflegebereich keine Nasszellen gibt, meinte Hammerl, dass diese Personen zu 98 Prozent des Tags in ihren Betten verbringen und so keine eigene Nasszelle brauchen. Wenn das Gesundheitszentrum voll belegt ist, seien rund um die Uhr 3 Pflegekräfte im Einsatz.

Schon am Vormittag hatte sich laut Beimler eine Abordnung der "Vorzeige-Kommune Parkstein" für das Waldthurner Gesundheitsobjekt interessiert und war beeindruckt.
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