Mit Tempo ins neue Zeitalter

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Lokales
Waldthurn
04.12.2014
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Glasfaser muss es sein. In Waldthurn besteht die künftige Breitbandversorgung zum Großteil aus den Hochgeschwindigkeits-Leitungen. Der Marktrat beschäftigte sich außerdem mit den Parkplätzen im Bereich des Kinderbildungszentrums.

Thema im Marktrat war wieder einmal die Breitbandversorgung, nachdem in vorhergehenden Sitzungen bereits das Kumulationsgebiet festgelegt worden war. Sachverständiger Christian Braun (Neumarkt) erklärte noch einmal kurz den Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen.

Seit Juli sind die geforderten 19 Schritte des Förderprogramms verkürzt worden. "Auf die Dauer bis zur Inbetriebnahme haben wir aber relativ wenig bis keinen Einfluss", sagte Braun. Ausführlich erläuterte er die Erschließung der Ortsteile. Als zukunftsfähigster Anschluss gilt die Glasfaser-Verlegung bis ins Haus. Gearbeitet wird zurzeit mit Glasfaserleitungen bis zu den bestehenden Kabelverzweigern. Von dort aus geht es über bereits vorhandene Kupferleitungen zu den Haushalten. Ziel ist es, für jeden Endabnehmer 30 bis 50 Megabits zu bieten.

Der Vorschlag Brauns lautete: Ausschreibung des gesamten Ortsgebiets, ausgenommen der Bereiche, die bereits von Kabel Deutschland bedient werden. Stefan Grünauer wollte wissen, ob die angebotenen Fördermittel reichen. Braun: "Normalerweise ja - man kann die Ausschreibung aber auch deckeln." Bürgermeister Josef Beimler schlug eine Deckelung von 900 000 Euro vor, die einstimmig angenommen wurde. Den Vorschlag, das Ortsgebiet komplett auszuschreiben, akzeptierten die Markträte ebenfalls. Eine Vereinbarung mit dem Markt Floß über die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft zur Kooperation und Abstimmung blieb ohne Widerspruch. Durch diese interkommunale Zusammenarbeit beim Breitbandausbau können Waldthurn und Floß jeweils zusätzliche Fördergelder in Höhe von bis zu 50 000 Euro erhalten.

Auch Theisseil im Boot

Auch Theisseil zeigt Interesse an einer solchen Arbeitsgemeinschaft. Einstimmig waren die Markträte dafür, Theisseil die zusätzlichen Fördergelder zu ermöglichen. "Leider gibt es diese Förderung nur einmal für uns", bedauerte Beimler. Sollte es Grabungsarbeiten auf Waldthurner Gemeindegebiet geben, müsse erst eine gemeindliche Erlaubnis eingeholt werden. Anfallende Kosten trage die Auftrag gebende Kommune.

Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 hat den Plan über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen im Umfeld des Kinderbildungszentrums aufgestellt. Er wird in einem Anhörungstermin am Montag, 15. Dezember, erörtert. Das Gremium segnete ihn schon mal ab.

Einstimmig genehmigte das Gremium auch die geplanten Anlagen sowie die Widmung der neu geschaffenen öffentlichen Parkplätze im Bereich des Kinderbildungszentrums. In diesem Zusammenhang hieß es, dass "das Eigentum und die Unterhaltung an öffentlichen Straßen und Plätzen" übernommen werde. Dies gelte auch für Gewässer dritter Ordnung und Rohrleitungen. Die Parkplätze, die im Zuge der Umgestaltung geschaffen werden, werden öffentlich.

Unimog wird gekauft

Ein Schnäppchen wollen sich die Markträte nicht entgehen lassen: Dem Ort wurde ein gebrauchter Unimog U 500 (12/2004) für 28 900 Euro angeboten. Zunächst musste jedoch für den Kauf eine Haushaltsüberschreitung genehmigt werden.

Die Markträte sind einverstanden, dass der TSV Pleystein auf dem Skihang Oberfahrenberg ein Starthäuschen errichtet. Beimler teilte mit, dass das Straßenbauamt Bäume an Staats- und Kreisstraßen künftig von einem Sachverständigen begutachten lässt und dafür ein erhöhter Aufwand für Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen auf die Gemeinde zukommt.

Die Projektgruppe der TU München hat in Waldthurn Liegenschaften besichtigt. Die Ergebnisse der Arbeiten und Vorschläge der Studenten sollen im Februar 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Außerdem teilte der Gemeindechef mit, dass sich die Vorlage des Energiekonzepts bis Januar 2015 verzögern werde.

Die defekte Beleuchtung an der Bushaltestelle Albersrieth wird repariert, versicherte Beimler nach einer Anfrage von Hubert Stahl.

Georg Stahl (CSU) erklärte zum Fußweg Haselranken-Schule: "Wir haben darüber gesprochen und werden Reflektierbänder zur Verfügung stellen, damit Fußgänger, speziell Schulkinder, besser gesehen werden." Das Thema hatte Dr. Michael Troidl angesprochen.
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