"Mut tut gut"

Beim Kolpinggedenktag wurden Albert Striegl und Johann Frischholz (Dritter und Vierter von rechts) für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Es gratulierten Vorsitzender Martin Zellner (links), Präses Janusz Szubartowicz (Zweiter von links), Pfarrer Marek Baron (rechts) und Bürgermeister Josef Beimler (Zweiter von rechts). Bild: fla
Lokales
Waldthurn
09.12.2015
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Beim Gedenktag, der einen Tag nach dem 150. Todestag von Adolph Kolping gefeiert wurde, standen in Waldthurn zwei besondere Ehrungen im Mittelpunkt.

An den feierlichen Gedenk-Gottesdienst, den Pfarrer Marek Baron und Präses Janusz Szubartowicz gestalteten und die Band "Tatzini" begleitete, schloss sich der Kolpinggedenktag im Lobkowitz-Schloss an. Vorsitzender Martin Zellner stellte fest, dass Jubiläen immer große Relevanz haben. Für die Kolpingsfamilien bedeutete dies heuer den 150. Todestag ihres Gründers.

Kolpings Leben war geprägt von tiefem Glauben. Dabei waren die damaligen Zeiten wesentlich schwieriger als heute. Hoffnungen gingen verloren und damit auch der Glaube an einen guten Gott, so Zellner. Kolping war immer bestrebt, dagegen anzugehen. In mühevoller Arbeit gelang es ihm zu vermitteln, dass Gemeinschaft viel Stärke verleiht.

Weltweites Werk

"Aus einem kleinen Gesellenverein entwickelte sich das weltweite Kolpingwerk", betonte der Vorsitzende. "Im kommenden Jahr feiern wir die 25-jährige Seligsprechung Kolpings - also wieder ein Jubiläum." Mit dem Slogan des Kolpingtags in Köln "Mut tut gut", lud Zellner alle ein, darüber nachzudenken, wann jeder Einzelne mutig sein kann. Anschließend übernahm der Vorsitzende der Kolpingsfamilie (KF) die Ehrung zweier verdienter Mitglieder. "Vor nunmehr 60 Jahren traten beide der KF Waldthurn bei", sagte Zellner. "Sie zeigten stets hohes Engagement für den Verein in all den Jahren." Als Ersten bat Zellner Albert Striegl zu sich nach vorne. Striegl war in seiner Mitgliedszeit unter anderem als Jungkolpingführer, Schriftführer, Vorstandsmitglied tätig. Außerdem war er im Festausschuss bei der 115-Jahr-Feier.

Der zweite Geehrte war Johann Frischholz. "Der ,Gloser-Hans' war und ist auch heute noch eine herausragende Persönlichkeit", merkte Zellner hier an. Er bekleidete viele Jahre das Amt des Vorsitzenden und auch das des Stellvertreters. Des Weiteren hatte er auch den Posten des Bezirksvorsitzenden inne und war Vizepräses in der präseslosen Zeit von 1968 bis 1970. Außerdem zeigte er sich verantwortlich für die Bausteinaktion, deren Erlös in nicht geringer Höhe dem Pfarrheim zu Gute kam.

Dank für die Treue

Auch Pfarrer Marek Baron würdigte die Arbeit Kolpings. Er nannte ihn einen "von Christus inspirierten Menschen, der der Welt ein menschliches Antlitz verliehen hat". Er dankte der Kolpingsfamilie, die in der Pfarrgemeinde ein wichtiger Bestandteil ist. Er würdigte auch Präses Szubartowicz, der immer mit Rat und Tat zur Seite steht und den Geehrten, für die lange Zeit ihrer Mitgliedschaft.

Bürgermeister Beimler begann mit einem Zitat Kolpings: "Gott hat die Welt nicht für einen, sondern für viele Menschen geschaffen, die in der Gemeinschaft miteinander leben sollen. Allein kann der einzelne Mensch für die Bedürfnisse seines Lebens nicht sorgen. Er hat fremde Hilfe notwendig und muss darum seinesgleichen suchen." Dieses Zitat passe durchaus in die heutige Zeit, so Beimler. Gerade jetzt vor Weihnachten, wo viele Menschen auf der Flucht sind, sollte man der Worte Kolpings gedenken.

Bevor mit dem Kolpinglied und dem Besuch des Nikolauses der offizielle Teil zu Ende ging, meldet sich auch Präses Szubartowicz zu Wort. Er bat ebenfalls darum, Mut zu haben und in der Gesellschaft anzuprangern, wenn etwas nicht richtig läuft.
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