Neuer Raum für Kapelle

Lokales
Waldthurn
02.05.2015
9
0

Eine etwas längere Diskussion gab es im Marktrat zu einem Antrag der Trachtenkapelle Waldthurn. Sie will langfristig den großen Raum im ersten Stock des ehemaligen Schwesternwohnheims als Proberaum nutzen.

In einem Schreiben wies Vorsitzender Thomas Bergmann daraufhin, dass der Raum im Bauhof mittlerweile zu klein und ein größerer Proberaum unbedingt nötig sei. Der Verein würde sich an den Restarbeiten beziehungsweise an den Kosten beteiligen.

Halbes Jahr warten

Michael Steiner erklärte, dass er die Musiker durchaus verstehe. Man solle aber das Schwesternheim nicht übereilt umbauen. Er würde dies zurückstellen, bis etwas anderes gefunden werde. In einem halben Jahr wüsste man mehr. "Ich sehe in den nächsten Jahren keine Möglichkeit, andere Räume zu finden", sagte hingegen Hans-Peter Reil.

Roman Bauer stellte klar, dass über das Schwesternheim schon oft diskutiert wurde: "Der OWV benötigt einen Raum im Erdgeschoss, die anderen Zimmer wären für das Heimatmuseum. Es gibt keine Alternativen." Das Schwesternwohnheim brauche man nicht nur für Proben und Museum, sondern auch für das Archiv der Gemeinde. "Die Warterei bringt nichts, wir müssen Ergebnisse schaffen", plädierte Bauer für den Antrag. In die gleiche Richtung tendierte Dr. Nikolaus Globisch. Es nutze nichts, immer alles nach hinten zu verschieben und abzuwarten. Mit drei Gegenstimmen nahm das Gremium den Antrag an.

An das ehemalige Schwesternheim muss bei Nutzung des Obergeschosses eine Fluchttreppe mit Podest angebracht werden. Es sind Angebote von Metallbaubetrieben eingeholt worden. Den Zuschlag erhält einstimmig die Waldthurner Firma Metalltechnik Stubenrauch für knapp 5461 Euro. Auch die Vergabe der Lieferung und Montage eines Raumteilers (BDS W. Weber, Pleystein, rund 6650 Euro) und von Büromöbeln (ebenfalls Weber, Pleystein, etwa 18 670 Euro) für das neue Rathaus genehmigte der Marktrat ohne Gegenstimme.

In Sachen Heimatfest 2017 meldete Bürgermeister Josef Beimler, dass sich noch kein Festleiter gefunden habe. Im Festausschuss wären dagegen genügend Personen vertreten. "In der dritten Maiwoche möchte ich eine Versammlung zur weiteren Planung einberufen", gab das Gemeindeoberhaupt bekannt. Zudem verwies er darauf, dass sich die Gemeinde mit Musik und einem großen Block beim bevorstehenden Festzug in Eslarn beteilige.

Haushaltsplan genehmigt

Weiter informierte der Rathauschef, dass die Haushaltssatzung sowie der Haushaltsplan 2015 genehmigt wurden. Verschiedene Kommunen im Kreisverband Cham des Bayerischen Gemeindetags schafften Geschwindigkeitsanzeigesysteme an. "Das wäre auch für uns überlegenswert", meinte Beimler.

Im Zuge der gemeindlichen Verkehrssicherungspflicht wurden die großen Birken an der Fahrenbergstraße beseitigt und Ersatzpflanzungen getätigt. Eine weitere Überlegung betraf den Eintrag von Theresia Meckl ins Goldene Buch. Dr. Michael Troidl stellte abschließend noch fest: "Falls der Brunnen am Lobkowitz-Schloss wieder in Betrieb genommen wird, muss er unbedingt vorher abgedichtet werden."
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.