Neues zum alten Rathaus

Lokales
Waldthurn
01.06.2015
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Neue Perspektiven für das kommunale Denkmalkonzept zeigte Dr. Thomas Gunzelmann, Hauptkonservator beim Landesamt für Denkmalpflege, in der Marktratsitzung auf. Dabei stand das alte Rathaus im Mittelpunkt

Der Experte erörterte im Schnelldurchlauf den Plan, der im Juli der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Die Uni München habe bereits einen Unterbau erstellt und man wolle die Ergebnisse in einer Broschüre zusammenführen. "Dabei werden Stärken und Schwächen von Waldthurn hinsichtlich Denkmalschutz analysiert", erklärte Gunzelmann. Durch dieses Konzept könne der Markt nach Abschluss als Beispielort für ganz Bayern gelten. Das Ergebnis der Analyse werde ein Leitfaden mit Bürgerbeteiligung sein.

Die Argumente für den Abbruch des alten Rathauses seien "recht und gut". Entscheidend für den umstrittenen Erhalt des Gebäudes sei aber die bereits erfolgte Aufnahme in die Denkmalliste. Man müsse die geschichtliche Bedeutung des Gebäudes beurteilen. Nur das vom Marktrat genannte Gegenargument, dass durch die vielen Um- und Anbaumaßnahmen der historische Charakter des Gebäudes bereits verloren gegangen sei, zähle. Gunzelmann machte deutlich, dass die bauhistorische Bedeutung nocheinmal beleuchtet werden müsse.

"Wir wollen in Zukunft ein Konzept und nicht mit der Gemeinde im Clinch liegen ", versprach der Experte eine neutrale Beurteilung. Nach einer Bestandsaufnahme könne die Problematik altes Rathaus neu besprochen werden.

Nach Abschluss einer Kostenvereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft 3 (Amt für ländliche Entwicklung) und dem Markt hinsichtlich Maßnahmen im Bereich Schützenstraße bis zur Einmündung Einfahrt "gratus manus", Platzgestaltung Süd (Kindergarten und Schule) und Platzgestaltung Nord (Schützenhaus) müsse der Markt laut Bürgermeister Josef Beimler nach einer Kostenschätzung "im schlimmsten Fall rund 240 000 Euro berappen". Der Vereinbarung stimmten die Räte zu.

Für die Schalteinheit-Regelung der Beleuchtung der Ortschaft Frankenrieth entstehen Kosten in Höhe von 2301,88 Euro. Für zwei zusätzliche Straßenbeleuchtungen müssen 3681,76 Euro bezahlt werden.

Keine Einwände bestanden gegen die Umnutzung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle als Produktions- und Lagerhalle des Jungunternehmers Jürgen Käs aus Spielberg 6.

Dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil mahnte an, dass man hinsichtlich des Heimatfestes 2017 bald in die Gänge kommen müsse. Beimler stellte in Aussicht, Anfang Juni in der Verwaltung die Organisation festzulegen. "Ich suche fieberhaft nach einen Festleiter", erklärte der Rathauschef.
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