Nur der Rabe kommt zu spät

Lokales
Waldthurn
08.08.2015
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"Der Kasperl war heute wieder der Superstar", meinte eine junge Besucherin am Donnerstagnachmittag im Waldthurner Lobkowitzschloss. Trotz brütender Hitze kamen 90 kleine und große Zuschauer zu "Kasperl und die Kräuterfee".

Der Pfarrgemeinderat und der Markt zum Ferienprogramm Hermann Papacek und seine Edeldorfer Puppenbühne mit dem neuesten Stück engagiert. Pünktlich zu Beginn waren alle Besucher auf ihren Plätzen. Nur der Rabe Petro hatte Verspätung, weil er erst noch auf dem Fahrenberg war, um die Baustelle in der Kirche zu besichtigen.

Kranke Großmutter

"Ihr dürft klatschen wenn es euch gefällt, und noch mehr klatschen wenn es euch heute nicht gefällt", meinte Papacek einleitend. Gretel wollte in den Zauberwald auf eine Blumenwiese, um Kräuter für ihre kranke Großmutter zu pflücken. Leider kam sie dabei in die Fänge des Zauberers Spitznase und der Hexe Krümelzahn.

Spannend war die Geschichte bis zum letzten Aufzug, aber Kasperl löste mit der Kräuterfee Salome die Probleme auf seine Art und Weise. Der Spruch "Hatsi - Schatzi" hallte immer wieder aus vielen Kinderkehlen.

Die Kleinsten ruckelten aufgeregt auf ihren Stühlen, drückten ihre mitgebrachte Puppe ganz fest an sich oder schmiegten sich sicherheitshalber an Mutter oder Oma. Manche Mädchen und Buben verließ gar kurz der Mut. Sie mussten außerhalb des Geschehens eine kurze Erholungsphase von der aufregenden Geschichte im Zauberwald einlegen. Die Zwillingsbrüder Hans und Hermann Papacek brachten versteckte Botschaften, beispielsweise nie mit fremden Menschen mitzugehen, an die jungen Zuschauer. Immer wieder schallte ein erfrischendes "Habedere" der Puppenspieler durch den Saal. Die Handpuppenfans kamen bis aus Weiden und Großenschwand. Auch Urlauber aus Frankfurt ließen sich das Ereignis nicht entgehen.

Neben den Kindern gab es noch weitere freudige Gesichter. Sowohl das Eintrittsgeld als auch der Erlös aus dem Verpflegungsverkauf kommen der NT-Hilfsaktion zugute. "Wir überweisen 350 Euro an 'Lichtblicke'", erklärten Petra Reil von der Marktverwaltung und Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann .
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