Regina Flehmer feiert 80. Geburtstag - 1968 Waldthurn lieb gewonnen
Feiner Berliner Dialekt

Jubilarin Regina Flehmer (sitzend) freute sich über die Glückwünsche von Bürgermeister Josef Beimler, Erika Gollwitzer, Anita Lindner und Pfarrer Peter Peischl (von links). Bild: fla
Lokales
Waldthurn
01.04.2015
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Auch wenn Regina Flehmer, Poststraße 12, schon seit 1987 in Waldthurn lebt, ihren Berliner Dialekt hat sie sich erhalten. Sie feierte nun ihren 80. Geburtstag. Pfarrer Peter Peischl ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Auch Bürgermeister Josef Beimler schaute einen Sprung vorbei und übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde. Zeit für einen Geburtstagsgruß und ein Gespräch nahmen sich zudem Anita Lindner und Erika Gollwitzer vom Waldthurner Frauenbund.

Flehmer arbeitete bei der Firma Telefunken in Berlin. "Dort bekamen wir defekte Geräte, meistens Funkgeräte, von den Prüfern und durften dann schauen, wo der Fehler lag", berlinerte die sympathische Jubilarin drauflos. Auf die Frage nach dem bayerischen Dialekt, erklärte sie, dass sich das bei ihr doch komisch anhören würde. "Meine Großmutter hat immer gesagt, Berlinern ist gut - aber man muss 'fein' Berlinern", erzählte sie.

Seit 1987 lebt sie in Waldthurn, bis 1997 zusammen mit ihrem Ehemann. "1968 machten wir Urlaub in Waldthurn und haben den Ort lieb gewonnen", erzählt die Jubilarin. Eine Tochter wohnt mit den zwei Enkelkindern in Mainburg. Flehmer bemüht sich noch vieles selbst zu machen, aber seit einem Unfall vor drei Jahren ist sie auf Hilfe angewiesen. Ihr großes Hobby, das Schneidern, kann sie nicht mehr ausüben. "Du hast ja früher alle deine Faschingskostüme und vieles mehr selbst gemacht", sagten die Vertreterinnen des Frauenbundes. Zudem habe die Jubilarin vor ihrem Unfall regelmäßig die Turnstunden des Vereins besucht.

Viele Schicksalsschläge musste sie bereits in jungen Jahren verkraften. So erlebte sie während des Zweiten Weltkriegs Bombenangriffe auf das eigene Haus. Sie sei immer in Angst gewesen, was der nächste Tag bringen würde. Diese Erinnerungen würden ein Leben lang lebendig bleiben. In Waldthurn hat sie neue Freunde gefunden, die sie besuchen und sich auch Zeit für Gespräche nehmen.
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