Stefan Grünauer tritt zurück

Marktrat Stefan Grünauer reichte sein Rücktrittsgesuch ein. Bei der Sitzung war er allerdings nicht anwesend. Bild: fla
Lokales
Waldthurn
31.10.2015
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Donnerstagabend, 19.30 Uhr - pünktlich eröffnet Bürgermeister Josef Beimler die Oktobersitzung des Marktrats im neuen Sitzungssaal. Etwas ungewohnt sei es noch, merkte er an, da er wegen der neuen Sitzordnung nun Verwaltung und Presse "im Nacken hat".

Gleich der erste Tagesordnungspunkt hatte es in sich. Das Rücktrittsgesuch von Marktrat Stefan Grünauer (SPD) mache ihn persönlich betroffen, sagte der Rathauschef.

Grünauer, der bei der Sitzung nicht anwesend war, hat in seinem schriftlichen Gesuch auch seine Gründe genannt. Diese würden jedoch im öffentlichen Teil der Sitzung wegen schutzwürdigen Interessen nicht bekanntgegeben, führte Beimler aus. "Ich schätze Stefan als Mensch und als Politiker sehr", stellte er fest. "Ich gebe ihn auch nicht gerne frei." Grünauer sei immer ein kritischer Marktrat gewesen, der viel hinterfragt habe und sich nicht gescheut habe, seine Meinung zu vertreten. Einstimmig respektierten die Markträte Grünauers Entscheidung und akzeptierten das Rücktrittsgesuch.

Kerstin Duric rückt nach

Danach galt es, einen Beschluss über das Nachrücken der Listennachfolgerin in das Gremium zu fassen. Gemäß dem Ergebnis der Kommunalwahl 2014 ist dies Kerstin Duric. Dem stimmte der Marktrat einhellig zu. In der November-Sitzung ist von der SPD-Fraktion ein neuer Sprecher und ein neues Mitglied für den Bauausschuss zu benennen, erläuterte Beimler weiter.

Der Marktgemeinderat muss dann außerdem noch über die Entsendung eines neuen Vertreters in die Schulverbandsversammlung befinden, wobei hier das Gremium nicht an einen SPD-Fraktionsvorschlag gebunden ist.

Ohne Gegenstimme ging auch die Änderung der Geschäftsordnung für den Marktgemeinderat vom 14. Mai 2014 über die Bühne. Durch den Umzug in das neue Gemeindezentrum in die Vohenstraußer Straße 16 ändert sich auch der Standort der Tafel für amtliche Anschläge. Dieser Teil der Geschäftsordnung wird entsprechend geändert werden.

Zum weiteren Vorgehen "Heimatfest 2017" gab es dieses Mal nur einen Beschluss bezüglich der Werbung zu fassen, der auch einstimmig durchging. Ebenso ohne Gegenstimme wurde der Ankauf einer neuen Kipperpritsche für den Unimog der Gemeinde genehmigt. Diese konnte nach vielen erfolglosen Anfragen endlich bei einer staatlichen Behörde zum Preis von 5500 Euro ausfindig gemacht werden.(Im Blickpunkt)
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