Sternstunden in Waldthurn

Am Ende der Vorstellung zeigte sich auch die Band dem Publikum. Alle Mitwirkenden gaben bei der Aufführung des Musicals "Sternstunde in Bethlehem" ihr Bestes. Bilder: fla (2)
Lokales
Waldthurn
22.12.2014
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Mit diesem Ansturm hatte keiner gerechnet. Die Turnhalle war komplett besetzt. Die Zuschauer, die sich für die Premiere des Musicals "Sternstunde in Bethlehem" einen Platz ergattert hatten, waren sich einig: "So etwas hat es in Waldthurn noch nicht gegeben!"

Was die Arbeitsgemeinschaft "JuLaTatzKi" innerhalb weniger Wochen auf die Beine stellte, ließ am Samstagabend aufhorchen. Pünktlich um 20 Uhr erloschen die Lichter in der Halle, der Vorhang war geschlossen. Der Stern Tana begrüßte das Publikum und lud zum Verweilen ein. Dann öffnete sich der Vorhang.

Fast die komplette linke Hälfte der Bühne nahm der große Sternenchor ein. Rechts ließ eine orientalisch anmutende Stadtkulisse (gemalt von Christine Hörig) auf die Spielszenen schließen. Verdeckt für die Zuschauer hatten sich die Instrumentalisten unter anderem in den Geräteräumen eingerichtet.

Wunderbare "Hauptsterne"

Die Musik setzte ein und zog die Gäste augenblicklich in ihren Bann. Der Chor begann mit "Jeshua" und stimmte damit auf das kommende Geschehen ein. Durch die Geschichte führten die fünf "Hauptsterne": Stella (Hannah Reil), Lele (Alexandra Jaworski), Tana (Theresa Kleber), die verschlafene Schira (Annelie Kraus) und der "Schlaumeier" Figaro (Annika Pankotsch). Einer der Höhepunkte war der Auftritt des Engels Gabriel. Johannes Pflaum, der den Engel darstellte, überzeugte stimmlich und zeigte seine musikalische Wandlungsfähigkeit, als er Zacharias die Geburt eines Sohnes ankündigte. Die Sterne lenkten danach das Augenmerk auf Maria. Mit dem wunderschönen Lied "Sei gegrüßt, Maria" verkündete Gabriel die Geburt Jeshuas. Schwungvoll ging es weiter. Für Zwischenapplaus sorgten die sechs kleinen Cheerleader-Engel, die bei "Sie hat ja gesagt" die Bühne stürmten und so ihre große Freude zum Ausdruck brachten.

Ein wunderschönes Duett erklang, als Elisabeth (Theresa Anzer) auf Maria (Anja Riedl) traf. Dass Sterne auch tanzen können, zeigten Stella, Lele, Tana, Schira und Figaro beim Jubellied Mariens "Großes hat der Herr an mir getan". Der Rhythmus riss sie regelrecht mit, und so tanzten sie um Maria herum.

Dann war es endlich soweit: Jeshua war geboren. Maria und Josef (Dr. Michael Troidl) sangen, begleitet von Elena Schönberger, Marina Daubenmerkl und Angelina Wallmeyer, von ihrem Sohn, der die Dunkelheit vertreibt. Natürlich ließen die Hirten mit ihren Schafen nicht lange auf sich warten. Auch sie bejubelten die Geburt Jeshuas mit einem Liedchen. Tagelang waren die nächsten Besucher unterwegs. Die Sterndeuter gaben niemals auf und fanden ihren Weg, dank der Leuchtkraft der Sterne.

Danach wurde es mucksmäuschenstill, und aus der Stille heraus ertönte das Vorspiel zu dem Lied "Erhebe dein Herz", in das das "Stille Nacht" eingebettet war. Dieses gefühlvolle Lied sorgte dafür, dass nicht wenigen im Publikum Tränen in die Augen traten.

"Ist die Geschichte jetzt aus?", fragte Schira mit einem Gähnen. Zu Ende war die Geschichte noch nicht ganz. Mit dem rhythmischen "We sing merry, merry christmas" wünschten alle Akteure den Zuschauern ein frohes Fest. Tosender, minutenlanger Applaus Zugabe-Rufe belohnten alle für die geleistete großartige Darbietung.

Riesiger Applaus

Die Arge "JuLaTatzKi" holte die Hauptverantwortlichen Manuela Grünauer, Monika Stahl und Josef Pflaum mit einem riesigen Applaus auf die Bühne. Viele Besucher blieben auch nach Ende des Musicals gerne eine Weile und genossen die Premieren-Party. Mit einer Tasse Glühwein oder einem Gläschen Hugo stieß man auf die gelungene Vorstellung an. Manche Zuschauer waren so begeistert, dass sie die zweite Aufführung am 28. Dezember erneut besuchen werden.
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