Umbau oder Teilerhalt zu teuer - Neubaugebiet im Plan etwas zu groß geraten
Einstimmig für Rathaus-Abbruch

Lokales
Waldthurn
03.12.2014
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Die Gemeinde muss für das Gesundheitszentrum Stellplätze schaffen. Dieses mehrfach erörterte Thema ging in der Marktratssitzung diesmal recht zügig über die Bühne. Nach dem man sich in Zugzwang befindet, so Stefan Grünauer (SPD), gibt es nur die Möglichkeit des Abbruchs des Rathauses. Damit könne man mindestens 14 Stellplätze gewährleisten. Michael Steiner (FWG) sieht dies ähnlich: "Die Kosten für Umbau oder Teilerhalt wären auf Dauer nicht tragbar."

Hubert Stahl (CSU) stimmte dem ebenfalls zu. Jede andere Lösung gefährde die Fördermittel. Baujurist Reinhold Zapf sieht bezüglich des Abbruchs keine Probleme. Den Argumenten von Reimund Karl vom Denkmalschutz kann er nicht folgen, da das Gebäude weder als Einzeldenkmal noch im Rahmen eines Ensembles geschützt ist. Somit beschloss das Gremium den Abbruch einstimmig.

Ein weiteres Thema war erneut das Neubaugebiet "Hirmersbühl". Bürgermeister Josef Beimler gab das Ergebnis der Besprechung mit den Fachstellen des Landratsamtes bekannt. Bei dieser Besprechung waren unter anderem Baujurist Reinhold Zapf, Kreisbaumeister Kraus, Architekt Jochen Sörgel, Bürgermeister Beimler und Verwaltungsleiter Karl-Heinz Schmidt vertreten. Die Fachstellen sprachen sich gegen eine Ausweitung des Ortsgebietes in der geplanten Größe aus.

Der Bedarf an 27 Bauparzellen sei angesichts des hohen Anteils an Baulücken im Innenbereich fraglich. Bei nur 24 Parzellen wäre eine sofortige Genehmigung möglich. Im Neubaugebiet müsste sich die Bebauung auf den unteren Bereich beschränken, um die Höhensituation zu berücksichtigen. Außerdem müsse eine Anbindung an den Schützengarten gewährleistet sein. Empfehlenswert wäre auch ein Schallschutzgutachten angesichts des nahe liegenden Gewerbegebietes.

Aus Sicht des Landratsamtes wird unter anderem empfohlen, zunächst mit der Flächennutzungsplanänderung zu beginnen. Die Konzentration sollte auf dem unteren Bereich mit Schaffung von etwa 9 Parzellen liegen. Den Empfehlungen des Landratsamtes stehen Bürgermeister und Markträte positiv gegenüber. Das Gremium war einstimmig dafür, dass Architekt Sörgel den Flächennutzungsplan fertigstellt.

Hubert Stahl stellte den Antrag, den Plan eventuell zu spiegeln. Damit umginge man unter anderem den landwirtschaftlichen Kreuzungsverkehr auf der bestehenden Straße.
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