Umbau und Sanierung kostet rund 226.000 Euro
Bergmann-Haus wirft Fragen auf

Das gemeindeeigene Anwesen Am Rathaus 4 (Bergmann-Haus) soll saniert werden. Allerdings steht die Fördersumme noch nicht fest. Bild: fla
Lokales
Waldthurn
01.12.2015
19
0
Der geplante Umbau und die Sanierung des ehemaligen Bergmann-Hauses sorgten für einige Diskussionspunkte in der Marktratssitzung. Nachdem Architekt Rudolf Meißner seinen Plan und die dazugehörigen Kosten vorgestellt hatte, tauchten einige Fragen bei den Markträten auf. Meißner schilderte den Zustand des Hauses "innen dramatischer als außen - aber dennoch sanierungsfähig".

Hohe Eigenleistungen nötig

Die Kostenschätzung beläuft sich auf 226.000 Euro. Mit Georg Braunreuther vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) wurde eruiert, wie man die Kosten senken könnte, ohne die Fördermaßnahmen der Dorferneuerung zu "verlieren". Dies ginge nur durch sehr hohe Eigenleistungen, erklärte Meißner. Bürgermeister Josef Beimler ergänzte dazu, dass die gesamte Summe gefördert werden kann: "Dies wäre das erste Gebäude, das so über das ALE läuft."

Zu den erheblichen Eigenleistungen der Gemeinde merkte Michael Steiner an, dass der Bauhof eigentlich andere Arbeiten zu erledigen hätte. Andreas Troidl brachte das Unwetter 2001 in Erinnerung, bei dem der Keller des Hauses vollgelaufen war und auch die Öltanks in Mitleidenschaft gezogen hatte. Hans-Peter Reil: " Was ist, wenn Öl in die Wände eingedrungen ist?" Dies müsse man im Vorfeld prüfen lassen, erklärte der Architekt.

Nicht antragsberechtigt

Reil stellte fest, dass das Gebäude ursprünglich von der Gemeinde gekauft wurde, um auch öffentliche Toiletten dort unterzubringen. Beimler antwortete, dass man dafür auch noch Alternativen wie das alte Feuerwehrhaus hätte. Das Gremium stimmte einhellig für diese Maßnahme, wobei in einem Gespräch mit dem ALE die höchstmögliche Fördersumme "ausgehandelt" werden soll.

Zum neuen Kommunalinvestitionsprogramm informierte der Rathauschef, dass Waldthurn eigentlich nicht antragsberechtigt sei. "Uns geht es zehn Euro pro Einwohner zu gut." Mögliche Maßnahmen wären die Errichtung kommunaler Museen, Einrichtungen zur Weiterbildung, Mehrgenerationenhäuser und einiges mehr. Einstimmig wurde beschlossen, trotzdem das Komplett-Programm "Lobkowitz-Schloss" einzureichen.

Der Abschluss einer Folgevereinbarung zur Unterhaltung und Sauberhaltung der Wertstoffcontainer-Standplätze mit dem Landkreis wurde ebenfalls ohne Gegenstimmen genehmigt. Reil merkte an, dass der Bauausschuss die Plätze begutachten solle: "Es wird mittlerweile wieder vermehrt Unrat abgelegt." Günstiger wären eventuell eine zentrale Stelle und eine kontrollierte Ablage zu festen Zeiten.

Dann ging es um die Ermächtigung des Bürgermeisters zum Abschluss einer Kostenvereinbarung für die Maßnahme "Schulgarten Lennesrieth" sowie Errichtung des Dorfladens mit der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3. Das ALE möchte die beiden Projekte in einer Kostenvereinbarung zusammenfassen. Der Abschluss einer Kostenvereinbarung ist Grundvoraussetzung für die Auszahlung der Fördermittel in diesem Jahr. Auch hier hatten die Markträte keine Einwände.

Beimler informierte noch über den Antrag der Regional Bus Ostbayern GmbH auf Fahrplanänderung, den das Gremium einstimmig absegnete. Außerdem stellte er kurz das Projekt "Lebende Bäche in Bayern" des Landesbundes für Vogelschutz, dieser hat die Kartierung übernommen, vor. "Mit der Luhe fangen sie demnächst an", sagte der Rathauschef.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.